​Bei vielen Bundesligisten sind ehemalige Spieler als Trainer oder Funktionär tätig. Beim BVB trifft dies unter anderem auf Lars Ricken zu. Seit Sommer 2008 ist der 43-Jährige Nachwuchschef der Schwarz-Gelben. Das Dortmunder Urgestein kann sich gut vorstellen, eines Tages in die Fußstapfen von Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zu treten.


Knapp 19 Jahre lang trug Ricken das Trikot von ​Borussia Dortmund, ehe er im Februar 2009 seine Fußballschuhe an den Nagel hängte. Mit seinem Treffer im Champions-League-Finale 1997 gegen ​Juventus Turin (3:1) machte sich der gebürtige Dortmunder bei den Fans unsterblich. Der Ex-Profi ist bei den BVB-Anhängern sehr beliebt und daher war es kaum verwunderlich, dass die Verantwortlichen ihn auch nach seiner aktiven Laufbahn im Verein haben wollten. Viele sehen Ricken als passenden Nachfolger von Geschäftsführer Watzke. 

Hans-Joachim Watzke

Seit 2005 BVB-Geschäftsführer: Hans Joachim Watzke



"Solche Aussagen weiß ich sehr zu schätzen", sagte der 43-Jährige gegenüber dem kicker.  "Hans-Joachim Watzke und Michael Zorc übergeben mir ja personell, strategisch und finanziell in der größten Abteilung des Vereins schon eine relativ große Verantwortung", führte Ricken weiter aus. "Wenn sie meinen, dass mal eine andere Position infrage kommt – natürlich, sehr gerne."


In absehbarer Zeit wird dies allerdings nicht der Fall sein, da sowohl ​Sportdirektor ​Zorc (2021) als auch Watzke (2022) noch längerfristige Verträge haben. Ricken sieht die Führungsetage ohnehin sehr gut aufgestellt. "Die Positionen, die Sie ansprechen, sind bei uns aber optimal besetzt. Und ich glaube nicht, dass kurzfristige Änderungen erfolgen werden", so der Ex-Profi. "Im Verein gilt ohnehin auf allen Ebenen, dass Kontinuität enorm wichtig ist. Das ist eine große Stärke von Borussia Dortmund."