Zum Auftakt der Primera Division siegte ​Real Madrid bei Celta Vigo mit 3:1. Die Madrilenen zeigten sich in besserer Verfassung als noch vor wenigen Wochen, rundum glücklich dürften die Verantwortlichen ob des Platzverweises gegen Luka Modric aber nicht sein. Dem Weltfußballer wurde eine neue Regelauslegung zum Verhängnis, seinem Frust ließ er in den sozialen Medien freien Lauf.


In der 56. Minute trat Modric Gegenspieler Denis Suarez bei dem Versuch, den Ball zu erobern, unabsichtlich von hinten auf die Achillessehne. Schiedsrichter Javier Estrada Fernández​ beließ es zunächst bei einem Freistoß für die Gastgeber, schritt aufgrund eines Hinweises des Video-Assistenten jedoch wenig später zur Review-Area. Nach Einsicht der Bilder zückte der Referee die Rote Karte und stellte den 33-Jährigen vom Platz.


Grund für den Platzverweis ist eine Regeländerung des spanischen Fußballverbandes RFEF. Demnach wird das Einsteigen eines Spielers von hinten auf Höhe der Achillessehne konsequent geahndet, Absicht spielt keine Rolle. Die Null-Toleranz-Regel sorgt bereits jetzt für Ärger. Modric ließ seinem Frust auf Twitter freien Lauf: "Platzverweis für eine zufällige Aktion. Im Leben würde ich einen Gegenspieler nicht absichtlich so treten. Absolut unabsichtlich!"


Celta-Coach Escribá: Modric hat "keine Rote Karte verdient"


Unterstützung erhielt der Weltfußballer von Celta Vigos Trainer Fran Escribá. Vor der Saison sei über die neue Regelung eifrig diskutiert worden, vor allem die Nichtberücksichtigung der Absicht stößt bei dem 54-Jährigen auf Unverständnis: "Es ist klar, dass es unabsichtlich war. Ich sehe es eindeutig. Absicht sollte auch interpretiert werden", so Escribá, der eine klare Meinung vertritt: "Meiner Meinung nach hat er keine Rote Karte verdient."

Wie lange Modric den Madrilenen fehlen wird, ist offen, das erste Heimspiel der Saison gegen Real Valladolid wird er jedoch verpassen. Als Alternativen stehen Zinedine Zidane Isco und Federico Valverde zur Verfügung.