​Die Anhänger vom ​1. FC Union Berlin müssen sich noch bis zum Sonntagabend gedulden. Dann endlich steht das erste Bundesligaspiel in der Vereinsgeschichte der Eisernen an. Vor dem Gastspiel bei ​RB Leipzig haben die Berliner zwar keine großen Ausfälle zu beklagen, die Rolle des Underdogs ist aber dennoch klar verteilt.


Die Nummer Eins der Eisernen bleibt auch nach dem Aufstieg in die Bundesliga weiterhin Rafael Gikiewicz. Für seinen ehemaligen Klub SC Freiburg hatte der 31-Jährige zwar bereits zwei Spiele im deutschen Oberhaus bestreiten dürfen, vor dem Duell gegen die Sachsen dürfte aber auch bei dem Routinier die Anspannung spürbar sein. 


Coach Urs Fischer schlägt auch nach dem historischen Erfolg des Aufstiegs weiterhin ruhige Töne an und legt seinen Fokus auf akribische Arbeit. Zum Saisonauftakt gegen die starken Leipziger wird es beim Aufsteiger vor allem auf eine gewisse Kompaktheit ankommen und daher wird der 53-jährige Coach voraussichtlich auf ein 4-5-1-System setzten.

Neven Subotic

Neven Subotic will bei Union wieder voll durchstarten 


In der Innenverteidigung ist der Hauptstadtklub trotz der Verletzung von Florian Hübner gut aufgestellt. Der 28-Jährige wird nach Trainingsrückstand wohl noch keine Option für die Startelf sein. Als gesetzt gilt im Abwehrzentrum Marvin Friedrich. Neben dem ehemaligen Augsburger machte zuletzt Keven Schlotterbeck zumeist einen guten Eindruck. ​Neuzugang Neven Subotic wird sich daher wohl noch etwas in Geduld üben müssen.


Auf der rechten Defensivseite soll Kapitän Christopher Trimmel seine Mitspieler durch seinen unbändigen Einsatz motivieren, defensiv wird der 32-jährige Österreicher im Duell gegen die flinken Sachsen aber eine echte Herkulesaufgabe bewältigen müssen. Auf Links bieten sich Christopher Lenz und Ken Reichel ein Kopf-an-Kopf-Rennen, vermutlich wird aber Lenz den Zuschlag erhalten.


Gentner sofort gefordert


Die ​Verpflichtung von Christian Gentner kam für viele Experten und Fans in diesem Sommer völlig überraschend. Mit satten 377 Bundesligaspielen auf dem Buckel, dürfte die Erfahrung der VfB-Legende aber gleich zum Ligastart enorm gefragt sein. Neben dem 34-Jährigen soll auch Grischa Prömel für Stabilität sorgen.

Deutlich mehr offensive Impulse werden von der Dreierreihe vor der Doppelsechs erwartet. Marius Bülter und Sheraldo Becker sind dabei wohl die aussichtsreichsten Kandidaten für die Außenbahnen und sollen ihre Dynamik bei schnellen Gegenstößen einsetzen. Anstatt Bülter könnte aber Suleiman Abdullahi zum Einsatz kommen. In zentralerer Rolle scheint Marcus Ingvartsen die Nase vorne zu haben. Der gelernte Stürmer soll dabei auch immer wieder den Weg in den gegnerischen Sechzehner finden.


Alles blickt auf Andersson


Ob die Eisernen in der Bundesliga sesshaft werden können, wird in dieser Spielzeit vor allem auch davon abhängen, ob Torjäger Sebastian Andersson die Anpassung an die Bundesliga gelingen wird. In den Relegationsspielen gegen den VfB hatte der 28-jährige Sch​wede aber bereits andeuten können, dass er auch gegen bekanntere Spieler seinen Mann stehen kann.


Wichtig wird es dabei für die Eisernen daher nicht nur gegen die Sachsen sein, den Sturmtank immer wieder in Szene zu setzen und sich als nicht zu einseitig im Offensivspiel zu erweisen. Auch die anderen Offensivspieler sind daher angehalten, selbst für Alarm zu sorgen.


Die potenzielle Union-Formation:


Gikiewicz - Trimmel, Friedrich, Schlotterbeck, Lenz - Prömel, Gentner - Becker, Ingvartsen, Bülter - Andersson