Das Thema Stadion ist beim SV Werder Bremen in diesem Sommer ein heikles. Der Verein ​verkaufte die Namensrechte an den Investor-Konzern Wohnivest - zum Ärger der Fans. Vertröstet sollen die grün-weißen Anhänger mit einer neuen Zapfanlage werden, die beim Bundesligaauftakt ihren Testflug hat.


Es ist ein leidliches Problem in deutschen Stadien: Halbzeit ist Bierzeit, Fans finden an den Ständen jedoch meterlange Schlangen vor. In Bremen will man neue Wege gehen und zum Saisonstart gegen Fortuna Düsseldorf eine neue Zapfanlage testen. An einem Container der Brauerei AB Inbev, der vor der Nordkurve stehen wird, können Fans ihr eigenes Bier zapfen; mittels Wertkarten, die vor dem Spiel erworben werden können.


Werder will Engpässe an den Bierständen reduzieren


An acht Hähnen werden 180 Liter Bier pro Stunde laufen, perfekt gekühlt und mit Schaumkrone garniert. Mittels eines Kartenlesegerät, in das die Wertkarten gesteckt werden müssen, gibt die Anlage genau einen halben Liter (Preis: 4,40 Euro) Bier aus. So sollen Engpässe an den Ständen vermieden werden. „Wir haben die Anlage beim Wacken Open-Air ausprobiert und dort nur positive Resonanz bekommen", wird Gerd Binder, Leiter Event-Services National bei AB Inbev, vom Weser-Kurier zitiert.


Getestet werden soll der Container beim Heimspiel am Samstagnachmittag gegen Fortuna Düsseldorf. Sollte die Resonanz der Fans positiv ausfallen, dürften die roten Container der AB Inbev auch künftig bei Werder-Spielen zum Einsatz kommen. Und eventuell werden die erbosten Werder-Fans damit auch versöhnt; Bier soll ja beim verstimmten Fan immer helfen.