​Im zweiten Heimspiel der noch jungen Zweitligasaison empfängt der ​VfB Stuttgart am Samstagmittag in der heimischen Mercedes-Benz Arena den ​FC St. Pauli. Cheftrainer Tim Walter muss dabei voraussichtlich ohne den zuletzt formstarken, nun aber angeschlagenen Holger Badstuber verzichten und somit seine Abwerhrzentrale notgedrungen erneut verändern.


​Auf der Pressekonferenz am Donnerstag wollte Tim Walter noch keine Prognose wagen, ob die eigentliche Nummer Eins Gregor Kobel beim Spiel gegen die Hanseaten wieder das Gehäuse hüten kann. Der 21-Jährige hatte zuletzt das Pokalspiel gegen Hansa Rostock wegen einer Hüftprellung verpasst und wurde von Fabian Bredlow gut vertreten. Bis zum Wochenende sollte der Schweizer aber wieder einsatzfähig sein.

Auch gegen St. Pauli wird Walter aller Voraussicht nach nicht von seiner taktischen Anordnung in einem 4-4-2 mit Mittelfeldraute abweichen. Auf den defensiven Außenbahnen haben sich mit Pascal Stenzel und Borna Sosa mittlerweile zwei absolute Stammspieler herauskristallisiert, die auch am Samstag von Beginn an auflaufen werden. 


Erneuter Wechsel in der Abwehrzentrale


Zum Sorgenkind droht hingegen langsam aber sicher die Innenverteidigung der Schwaben zu werden. Nach der schweren Verletzung von Marcin Kaminski droht nun auch Holger Badstuber aufgrund von Sprunggelenksproblemen zumindest fürs Wochenende auszufallen. Zum Glück hatten die Stuttgarter mit Nathaniel Phillips unlängst einen vielversprechenden Innenverteidiger vom ​FC Liverpool ausleihen können


Gegen Hansa konnte der Neuzugang nach seiner Einwechslung bereits unter Beweis stellen, dass er sofort eine Hilfe sein kann und dürfte daher auch am Samstag den Zuschlag bekommen. Dem Youngster zur Seite stehen wird erneut Kapitän Marc Oliver Kempf.


Da sich mit Orel Mangala beim Spiel gegen Rostock auch ein bislang wichtiger Mittelfeldmotor verletzt hat und mit einer ​Innenbanddehnung im Knie wohl für rund einen Monat ausfallen wird, wird Daniel Didavi aller Voraussicht nach wieder eine Position nach hinten rücken und als Spielmacher im offensiven Mittelfeld seine Fäden ziehen.


Dabei erhofft man sich zurecht viele spielerische Impulse des 29-Jährigen, der im Vergleich zur Vorsaison deutlich befreiter auftritt. Komplettiert wird die Mittelfeldraute aller Voraussicht nach, wie bereits erfolgreich geprobt, durch Gonzalo Castro, Santiago Ascacibar und den einzigen Sechser, Atakan Karazor.


Volle Offensivpower im Heimspiel


Da die Stuttgarter von Anfang an aufzeigen möchten, wer beim Heimspiel der Herr im Hause ist, deutet derzeit vieles daraufhin, dass Walter mit Mario Gomez und Hamadi Al Ghaddioui zwei echte Mittelstürmer aufbieten wird. Beide wuchtigen Angreifer sind dabei trotz ihrer Statur aufgefordert, viele Meter zu machen und das Offensivspiel nicht zu statisch werden zu lassen.

 Als Edeljoker steht weiterhin Anastasios Donis parat. Aber auch Nicolas Gonzalez könnte nach seiner Rückkehr von den panamerikanschen Spielen möglicherweise bereits wieder eine Option sein. Für den erst unter der Woche ​frisch verpflichteten Silas Wamangituka kommt die Partie hingegen wohl noch zu früh.


Die voraussichtliche VfB-Aufstellung: