Klassische Außenbahnspieler sind beim ​VfB Stuttgart derzeit von geringfügiger Bedeutung. Tim Walter baut im Mittelfeld auf eine flache Dreierkette und einem offensiven Mittelfeldspieler hinter der Doppelspitze, wodurch der Fokus in der Kaderplanung auf der entsprechenden Breite in der Zentrale lag. Roberto Massimo und Tanguy Coulibaly sind die einzigen beiden nominellen Flügelspieler, doch nun plant Walter, einen von ihnen als Rechtsverteidiger umzuschulen.


In diesem Fall setzt der 43-Jährige auf Massimo, der im vergangenen Jahr für 2,5 Millionen Euro von Arminia Bielefeld verpflichtet wurde, nach einem Leihgeschäft mit den Ostwestfalen aber erst in diesem Sommer zur Mannschaft stieß. Ausgebildet wurde der deutsche U19-Nationalspieler auf dem rechten Flügel, alternativ kann er auch in der Sturmspitze oder auf der linken Außenbahn agieren. Nun aber soll er sich als Rechtsverteidiger versuchen.

"Roberto ist talentiert, hat sehr viel Speed, einen sehr guten Körper", lobte Walter den 18-Jährigen auf der Presskonferenz vor dem Heimspiel gegen den FC St. Pauli. Aufgrund seiner Geschwindigkeit könne Massimo "viele Spieler ablaufen", benötige aber Zeit und Spielpraxis, um sich an seine neue Rolle zu gewöhnen.


Erste Probe in der Oberliga


Am vergangenen Samstag kam Massimo beim 3:1-Erfolg der Reserve über den SV Oberachern in der Oberliga Baden-Württemberg erstmals in der Viererkette zum Einsatz. Dabei holte er nach knapp 20 Minuten einen Strafstoß heraus, den David Tomic zur Führung verwandelte. 


Mit Pascal Stenzel verfügt der VfB derzeit nur über einen nominellen Rechtsverteidiger, wohl auch deshalb will Walter Massimo umschulen. Denn sollte die Leihgabe des SC Freiburg verletzungsbedingt ausfallen, müsste er zum jetzigen Zeitpunkt auf eine Notlösung zurückgreifen.