Wenn sich die Klubs im Sommer auf die anstehende Saison vorbereiten, dominiert meist das Geschehen auf dem Transfermarkt die Berichterstattung der Medienlandschaft. Mit Hochspannung werden Vereinswechsel von Starspielern erwartet, besonders bei den europäischen Spitzenklubs wird reichlich übe​Mega-Transfers im dreistelligen Millionenbereich spekuliert. In diesem Jahr aber gibt es einige Geschichten, die sich so lang und zäh ziehen wie ein Kaugummi. 


Die folgende Liste beinhaltet die elf nervigsten Transfer-Dramen des Sommers.


Neymar - Barça, Real oder doch PSG?

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​Neymar will Paris St. Germain nach zwei Jahren wieder verlassen und soll spanischen Medienberichten zufolge von einer Rückkehr zum FC Barcelona träumen. Angeblich hat sich kürzlich Lionel Messi höchstpersönlich in den Poker eingeschaltet und sich telefonisch beim Brasilianer gemeldet haben - doch ehe sich Barça und PSG einigen, dürfte noch einige Zeit vergehen.


Die kolportierten Ablöseforderungen über 300 Millionen Euro können die Katalanen nicht stemmen, berichtet wird daher über eine Geldsumme plus zwei Spieler, die an die Seine wechseln sollen. Einer von ihnen soll der mit dem FC Bayern in Verbindung gebrachte Philippe Coutinho sein. ​Angeblich hat auch Real Madrid seine Finger im Spiel und soll Neymar in die spanische Landeshaupstadt locken wollen - Stand jetzt aber verweilt er noch immer in Paris. Über einen Verbleib in dieser Saison würde sich immerhin Thomas Tuchel freuen.


Paul Pogba - Real Madrid

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Zinedine Zidane will Paul Pogba als neues Herzstück des Mittelfelds von ​Real Madrid verpflichten, und auch der Weltmeister selbst will eigentlich einen Wechsel anstreben. Doch nach dem Transferschluss in England kann Manchester United keinen Ersatz mehr verpflichten, zudem soll der Klub 160 Millionen Euro fordern. Laut ​Eurosport ist ein Transfer in diesem Sommer unter Berufung auf einem Artikel der spanischen AS endgültig vom Tisch.


Romelu Lukaku - Inter Mailand

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Es dauerte seine Zeit, ehe Romelu Lukaku vor wenigen Tagen endlich sein neues Arbeitspapier ​bei Inter Mailand unterschrieb. Der Belgier wechselte von Manchester United zu den Nerazzurri, wurde zwischenzeitlich aber auch mit Juventus Turin in Verbindung gebracht. Grund dafür war ein angebliches Tauschgeschäft mit Paulo Dybala, der noch immer beim Serienmeister verweilt. Mittlerweile sind die Red Devils um 65 Millionen Euro reicher - und Lukaku bei Inter unter Vertrag.


Kevin Trapp - Eintracht Frankfurt

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Da PSG den Vertrag mit Gianluigi Buffon nicht verlängerte, war zeitweise unklar, ob die Pariser Kevin Trapp endgültig ziehen lassen würden. Der Torhüter wurde vor einem Jahr an ​Eintracht Frankfurt verliehen, die Hessen wollten ihn halten - doch plötzlich mischte auch der FC Porto mit. Nach langem Hin und Her entschied sich Trapp für eine endgültige Rückkehr nach Frankfurt, die Eintracht zahlte für den 29-Jährigen sieben Millionen Euro.


Martin Hinteregger - Eintracht Frankfurt

Martin Hinteregger

Martin Hinteregger stieg binnen sechs Monaten zum Publikumsliebling der Eintracht auf, musste aber vorerst zum FC Augsburg zurückkehren. Manager Stefan Reuter wich zunächst nicht von der Ablöseforderung über 15 Millionen Euro ab, nach einigen vermeintlichen Provokationen sowie Disziplinlosigkeiten einigten sich beide Klubs auf die letztliche Summe in Höhe von 12 Millionen Euro. Der Innenverteidiger unterzeichnete einen Vertrag bis 2024.


Leroy Sané - FC Bayern München

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Die deutsche Medienlandschaft beschäftigte sich vorrangig mit den Spekulationen um einen Transfer von Leroy Sané zum FC Bayern München. Der Nationalspieler soll nach vielen Monaten des Wartens signalisiert haben, sich einen Wechsel an die Isar vorstellen zu können. Pep Guardiola vertraute im Community Shield gegen den FC Liverpool trotz des angeblich bevorstehenden Transfers auf den 23-Jährigen, der nach nur wenigen Minuten einen Kreuzbandanriss erlitt. Ob und wann die Bayern einen neuen Versuch wagen, soll nach der Operation evaluiert werden. 


Antoine Griezmann - FC Barcelona

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Nur ein Jahr nach seiner groß angekündigten Vertragsverlängerung bei Atlético Madrid entschied sich Antoine Griezmann für einen Wechsel. Der Stürmer wollte in jedem Fall von seiner Ausstiegsklausel über 120 Millionen Euro Gebrauch machen, seine neue Destination war lange Zeit unklar. Mal wurde der FC Barcelona ins Spiel gebracht, dann Paris St. Germain, als es hieß, in der Kabine der Katalanen habe man sich gegen Griezmann ausgesprochen. Letztlich landete er, wie lange Zeit erwartet, in Barcelona.


Paulo Dybala - Manchester United oder Paris St. Germain?

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Paulo Dybala soll sich einen Tapetenwechsel vorstellen können, und wurde im Zuge dessen mehrfach mit einem Wechsel nach England in Verbindung gebracht. Neben Manchester United soll auch Tottenham Hotspur den Argentinier im Visier gehabt haben, mittlerweile ist aber klar, dass er nicht in die Premier League wechseln wird. 


Angeblich befindet sich der Berater des Argentiniers derzeit in Paris, gemunkelt wird über einen Transfer zu Paris St. Germain, sollte Neymar den Klub verlassen und nach Spanien zurückkehren.


Nicolas Pépé - Arsenal

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23-Tore-Mann Nicolas Pépé sollte LOSC Lille verlassen, dies stand schon länger fest. Der Ivorer wurde mit zahlreichen Topklubs in Verbindung gebracht, der FC Bayern befand ihn angeblich als nicht gut genug. Schlussendlich erhielt Arsenal London für eine Ablösesumme über 80 Millionen Euro den Vorzug, nachdem zwischenzeitlich Funkstille herrschte.


Gareth Bale - China, England oder Bayern?

Gareth Bale

Gareth Bale soll Real Madrid verlassen. Die Königlichen tun sich bei der Suche nach einem Abnehmer ungemein schwer, das große Problem sind die Gehaltskosten des Walisers. Vor einigen Wochen schien ein Wechsel zum chinesischen Erstligisten Jiangsu Suning so gut wie sicher, ehe Real den Deal platzen ließ. Stand jetzt ist Bale daher noch immer im Kader von Zinedine Zidane.


Matthijs de Ligt - Juventus Turin

Matthijs de Ligt

Anders als bei Frenkie de Jong, der sich früh auf einen Wechsel zum FC Barcelona festlegte, blieb Matthijs de Ligt lange unentschlossen. Der niederländische Innenverteidiger wurde monatelang mit Barça in Verbindung gebracht, dann plötzlich mit Paris St. Germain - und am Ende landete er bei Juventus Turin. Der Versuch von Cristiano Ronaldo, ihn im Finale der Nations League von einem Wechsel zur Alten Dame zu überzeugen, sei nicht ausschlaggebend gewesen, nach dem Finale aber habe er sich für den Klub entschieden. Auch dieses Kapitel wurde erst nach vielen Monaten des Wartens geschlossen.