Nicht nur über seinen Platzverweis ärgerte sich Josuha Guilavogui nach dem 5:3-Sieg des ​VfL Wolfsburg im DFB-Pokal bei Hallerscher FC. Der Mannschaftskapitän wunderte sich zugleich über die Schwäche der eigenen Mannschaft bei Standards und der mangelnden Organisation, an der die Wölfe arbeiten müssen.


"Das ist ganz komisch", wird der 28-Jährige bei Sportbuzzer zitiert, "letztes Jahr haben wir bei Standards ganz wenige Gegentore bekommen. Jetzt kann ich es nicht verstehen." Dabei habe man schon unter Bruno Labbadia die Räume exakt gleich verteidigt. "Zwei Spieler", erklärt Guilavogui, bleiben ungedeckt, so effektiv wie im Vorjahr funktioniert die Abwehrarbeit seit Vorbereitungsbeginn aber nicht.


Guilavogui mahnt seine Teamkollegen


"In der ganzen Vorbereitung haben wir dadurch Gegentreffer bekommen. Wir müssen da besser antizipieren", mahnt er, schließlich entstünden "die gefährlichsten Momente [...] immer dann, wenn die Mannschaft nicht organisiert ist." 


Das schnelle Umschaltspiel unter dem neuen Trainer Oliver Glasner führt noch zu Fehlern. So nannte Guilavogui beispielhaft, dass der rechte Außenverteidiger - in Halle bekleidete William bis zur 105. Spielminute diese Position - von seiner Position abwich und plötzlich auf der linken Seite vorzufinden war.

Oliver Glasner

  Die Umstellungen unter Oliver Glasner bereiten der Mannschaft offenbar noch ein paar Schwierigkeiten.



Das Spiel in Halle war ein Fingerzeig, bis zum Bundesliga-Auftakt gegen den 1. FC Köln bleiben nur noch wenige Tage, um daran zu feilen. Die Detailarbeit wird sich über Wochen hinziehen, schließlich ist die Umstellung vom Ballbesitzspiel unter Labbadia zum Umschaltspiel unter Glasner groß. Alles in allem aber geht Guilavogui gelassen in die neue Saison, in der der VfL in der Europa League vertreten sein wird: "Ich mache mir keine Sorgen. Wir wissen, wo unsere Schwächen sind und werden an den Details arbeiten."