​Erst seit etwas mehr als einer Woche ist der ​Transfer von Tomas Koubek zum ​FC Augsburg offiziell. Nun spricht der Tscheche über seinen Wechsel in die ​Bundesliga und gibt sich kämpferisch. Doch die Umstellung ist eine große Herausforderung für den Nationalkeeper.


Ganze 7,5 Millionen Euro überwies der FC Augsburg an den französischen Erstligisten Stade Rennes. Für Koubek ist die Fuggerstadt erst die zweite Station außerhalb seiner Heimat Tschechien. Mit dem neuen Schritt kommt eine neue Chance, doch ebenso viel Verantwortung. Im kicker spricht er über die Herausforderung in Deutschland.


Der Wechsel nach Augsburg erfolgte ziemlich schnell. Innerhalb von wenigen Tagen kam es zu den Verhandlungen, die sich ebenfalls nicht lange zogen. Deswegen war der Start bei seinem neuen Klub sehr hektisch. Nach der China-Tour mit Rennes ging es noch einmal kurz nach Frankreich: "Dort habe ich meine Sachen gepackt, am Montag war ich dann in Augsburg. Alles ist neu für mich, es ging schnell und war ein bisschen stressig."


Nun will es der 26-Jährige allerdings eher etwas ruhiger angehen lassen. Denn vor dem Bundesligastart muss er sich vollkommen auf seine Aufgaben konzentrieren. Vor allem die sprachliche Umstellung könnte schwierig werden. "Ich muss mich gedanklich schnell umstellen, das ist schwierig. Normalerweise rede ich viel, um dem Team zu helfen. Das ist jetzt noch nicht möglich."

Jan Schoppner,Marek Suchy

Mit Marek Suchý hat Koubek einen tschechischen Mitspieler



Mit Marek Suchý gibt es zumindest einen weiteren Tschechen im Kader der Augsburger, der Koubek bei der Eingliederung helfen soll. In den nächsten Wochen will er sich mit seinen Hinterleuten bereits gut verständigen können: "Wir müssen uns auf eine Sprache festlegen, daran werden wir arbeiten. Die Basics kommen schnell", so der Schlussmann. 


Koubek schwärmt von der Bundesliga


Über seinen Wechsel zum FCA spricht Koubek allerdings durchaus positiv. Vom deutschen Fußball war er schnell überzeugt: "Ich wollte eine neue Herausforderung. Die Bundesliga ist für mich der größte Wettbewerb: volle Stadien, gute Spieler, alles ist super. Die deutsche Liga ist besser als die französische, hier werde ich mich noch einmal verbessern." Sofort habe er auch bei Augsburg viel Vertrauen gespürt.


Bei Rennes war der Keeper nicht mehr vollends zufrieden. Der Rückhalt bei den Franzosen war für Koubek nicht mehr so stark. Doch auch für seine persönliche Zukunft war der Transfer von Bedeutung: "Ein weiterer Grund: Ich will im Nationalteam den nächsten Schritt machen und den Trainern zeigen, dass ich spielen kann. Zudem kann ich von der deutschen Torwartschule etwas lernen, dadurch werde ich Fortschritte machen."

Tomas Koubek

Koubek hat seine Zeit bei Rennes abgeschlossen



Am Wochenende kommt es also schon zum zweiten Härtetest. Nach der verpatzten Generalprobe gegen den SC Verl im Pokal soll gegen ​Borussia Dortmund ein anderes Gesicht gezeigt werden. Koubek ist in jedem Fall bereit, die intensive Saison bestmöglich anzunehmen. Seine Mentalität könnte in Augsburg allerdings genau das richtige Zeichen sein.