​Vor wenigen Tagen schien der Kader von ​Borussia Dortmund komplett und vollkommen konkurrenzfähig zu sein. Bis auf eventuelle Abgänge der Reservisten hätte der BVB sein Werk für diese Sommerpause getan. Doch es gibt einen Spieler, an dem sämtliche Planungen hängen könnten. Denn sollte Dortmunds Portugiese Raphaël Guerreiro gehen, müsste die Borussia womöglich noch einmal nachlegen.


Um Raphaël Guerreiro drehen sich derzeit viele Neuigkeiten. Zum einen geht es darum, dass der 25-Jährige seinen im nächsten Jahr auslaufenden Vertrag verlängern soll. Ansonsten könnte Guerreiro die Dortmunder im nächsten Sommer nämlich ablösefrei verlassen. Gleichzeitig kommen immer wieder Gerüchte über potentielle Abnehmer für den Portugiesen auf. ​Hans-Joachim Watzke forderte eine baldige Entscheidung.

Raphael Guerreiro

Ein Abgang des Portugiesen könnte noch einmal mächtig Wirbel machen



Zu allem Überfluss fällt der Mittelfeldspieler durch eine Muskelverletzung wochenlang aus. Selbst bei einer Vertragsverlängerung könnten die Dortmunder also erst einmal nicht mit ihm planen. Deswegen muss sich der BVB vielleicht nach einem weiteren Neuzugang umblicken. Gerade wenn Guerreiro gehen sollte, bieten sich nämlich nicht allzu viele Alternativen, wie zuerst angenommen.


Brandt und Hazard anders eingeplant


Dass Guerreiro bisher überhaupt eine so wichtige ​Rolle im Kader einnahm, lag an der Planung mit den Neuzugängen. Zum einen geht es da um Thorgan Hazard, der bereits bei ​Borussia Mönchengladbach über die linke Seite kam. Doch noch ist nicht klar, wo er von Trainer Lucien Favre eingesetzt wird. In der Vorbereitung kam der Allrounder häufiger über rechts, auch das Sturmzentrum ist eine Option. 


Ähnlich flexibel ist auch der ehemalige ​Leverkusener Julian Brandt.

Thorgan Hazard

Hazard empfahl sich bei den Dortmundern eher für die rechte Seite



Brandt lief bei der Werkself häufiger im linken Mittelfeld auf. Doch aktuell ist der 23-Jährige noch verletzt, nach seiner Rückkehr würde Brandt im 4-1-4-1-System eher zentral zum Einsatz kommen. Die wahrscheinlichste Variante ist, dass der Youngster zusammen mit Marco Reus das Zentrum bekleidet und dort für Torgefahr sorgen würde. Somit ist auch er keine Option für links.


Ansonsten bleiben nur die anderen Optionen im Kader, die allerdings nicht alle als Stammspieler eingeplant worden sind. Jacob Bruun Larsen ist mit 20 Jahren beispielsweise noch zu unerfahren. Er zeigte zwar immer wieder gute Ansätze, doch für einen Stammplatz auf der linken Seite wird es noch nicht reichen. Auch Mario Götze, der viele Jahre über den linken Flügel kam, ist eher ein Ersatz für das Angriffszentrum.


Somit ergibt sich im Kader also doch eine Lücke, sollte Guerreiro den Verein verlassen. Wenn der Portugiese bald seine Verletzung auskuriert und seinen Vertrag verlängert hat, gibt es keinen Handlungsbedarf. Ansonsten muss der BVB allerdings noch einmal Geld in die Hand nehmen. Denn um ein ernsthafter Titelkandidat zu sein, sollte jede Position in der Mannschaft mit absoluten Leistungsträgern besetzt sein.