Auf die letzten Wochen wird es auf dem Transfermarkt nochmal richtig spannend. Der ​FC Bayern gerät mit seinem Interesse an Philippe Coutinho zwischen die Verhandlungsfronten beim ​FC Barcelona und Paris Saint-German, die über eine Neymar-Rückkehr verhandeln - dort könnte Coutinho Teil eines Deals werden. Der deutsche Rekordmeister wird sich gedulden müssen und eventuell den Kürzeren ziehen.


Mit dem Interesse an einer Leihe von Philippe Coutinho, der bei Barcelona unzufrieden sein soll, könnte der FC Bayern doch noch einen größeren Namen an die Säbener Straße holen, nachdem es mit Leroy Sané diesen Sommer nichts mehr zu werden scheint. An dem Brasilianer und die Katalanen soll man mit einer zweijährigen Leihe mit anschließender Kaufoption herangetreten sein, doch nun wird man sich wohl gedulden müssen. Der Grund: Neymar.


Bayern muss warten - freut sich am Ende doch der Dritte?


Dass Neymar PSG verlassen will ist alles andere als ein Geheimnis. Der 27-Jährige scheint äußerst unzufrieden und würde am liebsten noch gestern den Verein verlassen. Barca soll grundsätzlich an einer Rückholaktion interessiert sein, für die die Pariser allerdings viel fordern sollen. Aufgrund der erwarteten längeren Verhandlung, die auch Coutinho beinhalten soll als Ausgleich für den potenziellen Neymar-Wechsel, muss Bayern nun warten, und könnte den Anschluss verlieren.


Wie die Mundo Deportivo berichtet, waren die Barca-Verantwortlichen Eric Abidal, Javier Bordas und Andre Cury bereits in Paris, um mit Leonardo De Arújo - Sportdirektor der Franzosen - die ersten Details und Absichten zu klären. Beide Seiten sollen daran interessiert sein, die Gespräche fortzuführen. Währenddessen soll Coutinho und dessen Berater noch nicht eingeweiht sein, inwieweit er dabei eine Rolle spielen könnte. Bislang nur bekannt: Das Leih-Angebot der Bayern liegt auf dem Tisch.

Barcelona v Liverpool - UEFA Champions League Semi Final: First Leg

Bei Barcelona wurde Coutinho bisher nicht wirklich warm - auch bei den Fans ist er nicht sonderlich beliebt


Leonardo, wie er genannt wird, soll jedoch noch auf ein Zeichen von Real Madrid warten. Die Königlichen sollen einer Verpflichtung von Neymar grundsätzlich nicht abgeneigt gewesen sein, wie man über die letzten Wochen hörte. Da auch Neymar selbst bisher wohl nicht kommuniziert hat, dass er ausschließlich zurück ins Camp Nou will, ist es verständlich, dass man auf Seiten von PSG auf eine Art Wettbieten warten könnte - ob von Madrid aus jedoch überhaupt ernsteres Interesse besteht, sei offen. 


Verschiedenen Berichten zufolge soll PSG eine ordentliche "Entschädigung" für den wechselwilligen Stürmer fordern. Demnach könnte nicht nur Coutinho plus eine weitere Ablösezahlung gefordert werden, auch der Name Ivan Rakitic soll schon als weiteres Add-on gefallen sein.

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Man merkt schnell: Wenn Barcelona und PSG die Verhandlungen noch weiter vertiefen, wie es von beiden Seiten geplant zu sein scheint, wird sich Bayern hinten anstellen müssen. Bei etwaiger Einigung zwischen den Katalanen und dem Scheich-Club aus Paris ist es aktuell wahrscheinlich, dass Coutinho dann bereits vom Markt ist - und damit das Angebot zur Leihe hinfällig. 


Nichtsdestotrotz besteht um dieses Thema, in das der deutsche Rekordmeister nun hinein rutscht, viel Spekulation. Bislang ist es nicht sicher, was PSG fordern wird, oder was Barca bieten möchte. Coutinhos Berater werden schnellstmöglich erfahren wollen, was für ihren Klienten auf dem Tisch liegt. Ein potenzieller Wechsel nach Frankreich scheint jedoch (noch?) nicht ausgeschlossen zu sein, sonst würden die Gespräche in diesem Rahmen erst gar nicht stattfinden.