Am Ende wurde es hässlich: nach vier Jahren beim ​Hamburger SV wurde der japanische Rechtsverteidiger​ Gotoku Sakai (28) im Mai von einem Teil der Hamburger Fans als Sündenbock für den verpassten Wiederaufstieg ausgemacht. 


Mit Folgen für den sensiblen in New York geborenen Japaner. Die Ereignisse rund um den letzten Spieltag, als sowohl er als auch Pierre-Michel Lasogga von den eigenen Anhängern ausgepfiffen wurden, haben Spuren bis in die Gegenwart hinterlassen. Der dadurch angerichtete Schaden konnte nicht mehr repariert werden. 


Den Andeutungen Sakais, dass es dies wohl in Europa für ihn gewesen sei, folgte jetzt eine Flugreise nach Kobe, wo er in den kommenden Tagen einen Vertrag unterzeichnen wird. 

Ganz ohne HSV-Bezug wird jedoch auch die Station Vissel Kobe für ihn nicht sein. Sakais neuer Trainer beim aktuell Tabellen-Fünfzehnten der J-League, Thorsten Fink, war vom Oktober 2011 bis September 2013 Trainer der Rothosen. 


500.000 Euro Ablöse für Sakai


Einige von Sakais zukünftigen Mannschaftskollegen sind sogar noch prominenter. In der sechstgrößten Stadt Japans wird Sakai auch auf Lukas Podolski, Andrés Iniesta und David Villa trefen. Drei im Wortsinne weltmeisterliche Mitspieler, mit denen Sakai demnächst aufläuft. 

Nach Angaben der Mopo werden die Japaner eine Ablösesumme von etwa einer halben Million Euro nach Hamburg überweisen. Sollten die Verhandlungen wie geplant über die Bühne gehen, könnte Sakai schon am Mittwoch seine Unterschrift unter den Kontrakt setzen. An diesem Tag endet in Nippon auch die Transferperiode. 


Das Gros der HSV-Fans wünscht dem sympathischen Japaner eine gute Zeit im Land der aufgehenden Sonne. In diesem Sinne: Sayonara, Gotoku!