​Gestern, 18.01 Uhr MEZ: der Markt in England ist seit einer Minute geschlossen. Nichts geht mehr (zumindest auf der Einkaufs-Seite). Und: Manchester United hat keinen möglichen Nachfolger für Paul Pogba geholt. Heißt im Klartext: für dieses Jahr kann sich ​Real Madrid von der Idee verabschieden, den Weltmeister nach Madrid zu holen. Doch der Plan B der Könglichen ist nicht weniger galaktisch: jetzt soll ​Neymar definitiv ins Bernabéu-Stadion gelockt werden.


Und die Hofberichterstatter von Marca wollen auch schon genau wissen, wie das funktionieren könnte. Sie basieren ihre Hoffnungen auf drei Säulen:


1. Neymar will (angeblich) nicht um jeden Preis zum FC Barcelona. Was er unbedingt will, ist von PSG wegzukommen.

2. Im Gegensatz zum FC Barcelona unterhält Real Madrid exzellente institutionelle Beziehungen zum französischen Hauptstadtklub. Entsprechend rechnet man an der Avenida de Concha Espina mit einem gewissen Entgegenkommen der katarischen Verantwortlichen bei PSG während der zu erwartenden harten Verhandlungen.

3. Das Geld: wie Marca berichtet, soll die PSG-Führung mittlerweile damit einverstanden sein, zumindest die Hälfte des vor drei Jahren für Neymar gezahlten Betrages in bar wieder einzunehmen. Die andere Hälfte könnte mit Spielern aus dem Real-Kader verrechnet werden. Luka Modric wird dabei, entgegen anders lautender Mitteilungen der letzten Tage, nicht in die Operation eingebunden. Der Kroate will seinen Vertrag bei den Königlichen erfüllen. 

Doch Namen gibt es im Kader der Weißen ja genug: so sollen die Trumpfkarten Gareth Bale und Keylor Navas auf den Tisch kommen. 


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Jubeln sie demnächst gemeinsam in Paris? Keylor Navas und Gareth Bale (links Modric und Marcelo)


Für beide hätte PSG durchaus Verwendung. Zwar würden sie noch viel lieber Reals brasilianischen Sechser Casemiro an die Seine locken, doch da wiederum spielt Real nicht mit. Zusammen kommen Bale und Navas aktuell auf einen Marktwert von etwa 70 Millionen Euro (transfermarkt.de). 


Legt Madrid noch eine Schippe drauf, und erhöht das angeblich vor wenigen Tagen vorgelegte Angebot (120 Millionen cash + Modric) in Bezug auf die reine Geldmenge, könnte die Operation über die Bühne gehen. Also: um die 130 oder 140 Millionen in bar + Bale + Navas. Dann wäre man schon dicht an den Vorstellungen der Pariser dran. 

Die Verhandlungen haben bereits begonnen, doch bis zum Transferschluss sind es noch gute drei Wochen. Kaum vorstellbar, dass dieser Mega-Deal sich nicht bis in die letzten Tage des Transferfensters (schließt am 02. September) zieht. Fortsetzung folgt.