​Es ist kein Geheimnis, dass ​Real Madrid stark an einer Verpflichtung von Paul Pogba interessiert ist. Das Problem: ​Manchester United verkauft seinen Weltmeister nur dann, wenn ein adäquater Ersatz verpflichtet ist. Mit Christian Eriksen könnte dieser jetzt gefunden sein. 



Verhandlungen zwischen den Spurs und ManU in London


Wie die spanische AS, unter Berufung auf die englische Daily Mail, berichtet, weilt aktuell ein Vertrauensmann von Tottenham-Präsident Daniel Levy in Manchester, um die Verhandlungen über den dänischen Nationalspieler Christian Eriksen zu finalisieren. 


Dessen Vertrag bei den Spurs läuft im kommenden Sommer aus. Daraus abzuleiten, dass es die Manchester-Verantwortlichen dadurch leichter hätten, ihn nach Nordengland zu lotsen, wäre verfehlt und würde dem Verhandlungsgeschick von Levy nicht gerecht. Schon Real Madrid bekam dies bei zwei Transfers der jüngeren Vergangenheit zu spüren: sowohl die Verhandlungen über Luka Modrid (2012) als auch das monatelange Gezerre um Gareth Bale (2013) brachten die Real-Verantwortlichen teilweise an den Rand der Verzweiflung. In beiden Fällen erwies sich Levy als knallharter Verhandlungspartner - und schlug jeweils das Maximum für seine Spurs heraus. 


Eriksen als Wegbereiter für Pogba


Ähnlich dürfte es jetzt in der Personalie Eriksen laufen. Zur Zeit ist dessen Marktwert auf etwa 100 Millionen Euro taxiert. Aber im nächsten Sommer wäre er eben auch ablösefrei. Soweit werden es die Heißsporne nicht kommen lassen. Völlig ausgeschlossen, dass die Londoner in ein letztes Vertragsjahr mit dem Dänen gehen. Dass jedoch die vollen hundert Millionen Euro gezahlt werden, ist unwahrscheinlich. Auch ein gestandener Premier-League-Klub wie Manchester United hat nichts zu verschenken.


Doch zwischen achtzig und neunzig Millionen werden die Red Devils wohl hinblättern müssen. Für Levy und die seinen immer noch ein gutes Geschäft: Eriksen kam im Sommer 2013 für "nur" 13,5 Millionen aus Amsterdam. 


Deadline bis Donnerstag

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Objekt königlicher Begierde: Uniteds französischer Weltmeister Paul Pogba



Bis Donnerstag ist Zeit. In dem Sinne, als danach kein englischer Verein mehr kaufen kann (Verkäufe sind weiterhin bis zum Schluss des Transferfensters in den übrigen europäischen Ligen möglich). 


Soll Reals Traum von Pogba also in Erfüllung gehen, muss Manchester United in den kommenden drei Tagen dessen Ersatz beschafft haben. 


An Eriksen, so scheint es, hängt momentan die unmittelbare Zukunft von Paul Pogba und damit ein gewichtiger Teil der Planungen von Reals Coach Zinédine Zidane.