Nach Schalke hat auch der BVB einen ​Rassismus-Skandal seiner Angestellten. Nachdem Stadionsprecher und NetRadio-Kommentator Norbert Dickel und sein Co-Moderator und Ex-Bundesligastar Patrick Owomoyela sich in herabwürdigender Weise über die Spieler von Udinese Calcio inklusive unpassender Hitler-Parodie geäußert hatten, beschloss der Verein nun, die beiden vorerst von ihren Aufgaben freizustellen.


In Zeiten, wo Rassismus zum Leid aller wieder salonfähiger wird, scheinen die beiden großen Revierklubs Nachholbedarf in Sachen Anstand zu haben. Nachdem Clemens Tönnies beim ​FC Schalke 04 bereits mit haarsträubenden Aussagen bezüglich des Kontinents Afrika für Kopfschütteln sorgte, hat nun auch ​Borussia Dortmund seinen Rassismus-Eklat. Stadionsprecher und NetRadio-Kommentator Norbert Dickel und sein Sidekick Patrick Owomoyela sorgten beim Testspiel zwischen dem BVB und Udinese Calcio auf dem vereinseigenen Kanal ebenfalls für Entsetzen.


Dickel und Owo bekommen eine Denkpause


So ist laut Norbert Dickel die Bezeichnung "Itaker" für Italiener keineswegs eine Beleidigung, was allerdings durch Ethnophaulismus definitiv der Fall ist, und Patrick Owomoyela versucht mit einer unpassenden Hitler-Parodie zu punkten. Dümmer geht’s nimmer, möchte man sagen. Nachdem man offensichtlich beim Verein versucht hat, das Problem klein zu halten, hat man nun offensichtlich auch auf Druck des WDR, der die Geschichte erst öffentlich machte, nachgegeben und die beiden sanktioniert, wie die Bild erfahren haben will.

Demnach sollen beide fürs Erste von ihren Aufgaben freigestellt worden sein, wie es heißt. Im Boulevardblatt heißt es dazu von den Schwarz-Gelben: "Beide sollen eine kleine Gedankenpause bekommen." Das man erst auf Druck weiterer Medien zu diesem Schritt kam, beweist die Tatsache, dass beide zunächst auch das Spiel drei Tage später gegen St. Gallen kommentieren durften. Offenbar war man sich keiner Schuld bewusst und hielt sein Handeln für völlig normal.


Der Verein versucht derweil zu kitten, was möglich ist. So sollen beide Beschuldigten unmittelbar nach dem Spiel bereits auf die Geschäftsführung zugegangen sein und ihren Fehler eingestanden haben. Auch der Verein habe den beiden wohl mitgeteilt, dass die Kommentare alles andere als witzig gewesen sein sollen und man bereits intern eine Strafe ausgesprochen habe. Warum diese allerdings erst nach dem Testspiel drei Tage später wirksam wurde, bleibt das Geheimnis des Vereins.