Der Chemnitzer FC hat sich mit sofortiger Wirkung von seinem Spieler und Kapitän Daniel Frahn getrennt. Dem 32-Jährigen wird die Nähe zu rechten bis rechtsextremen Gruppierungen nachgesagt, die sich auch unter den vereinseigenen Hooligans befinden sollen.


Nachdem es bereits im März zu äußerst unschönen Szenen gekommen war, bei denen ​Daniel Frahn ein T-Shirt zeigte, das die Aufschrift "Support your local Hools" trug und in der rechten Szene tief verankert sein soll, kam es nun zum endgültigen Rausschmiss aus dem Chemnitzer FC. Davor war u. a. ein Plakat mit Fadenkreuz gezeigt worden, welches auf den Insolvenzverwalter Klaus Siemon zeigte.


"Seine Reue war eine Farce"


Damals beteuerte​ Frahn, er sei keineswegs ein Sympathisant der Neo-Nazi-Szene. Er teile weder die damit verbundenen Werte, noch habe er gewusst, welche tiefere Bedeutung dieses Shirt habe. 


In der Stellungnahme, die der Verein heute veröffentlicht hat, schreibt Romy Polster (Stellv. Vorsitzender der Gesellschafterversammlung), "seine Reue damals war eine Farce". Frahn habe sich öffentlich als "großer Sympathisant der rechtsradikalen und menschenverachtenden Gruppierung 'Kaotic Chemnitz' herausgestellt", und dafür gebe es "Null Toleranz".

Daniel Frahn

Daniel Frahn wird nicht mehr im Trikot des Chemnitzer FCs jubeln


Dass Frahn im März noch Reue zeigte und der Verein dem Spieler mit seinen Beteuerungen das Vertrauen schenkte, sei eine "falsche Entscheidung" gewesen. Abgeschlossen wird die direkte und klare Stellungnahme wie folgt: "Daniel Frahn, für Sie ist beim Chemnitzer FC kein Platz mehr."


Frahn, der vor einigen Jahren noch als großes Talent bei ​RB Leipzig spielte, dürfte damit vor einer schwierigen Vereinssuche stehen. Unter den Fans gibt es in den sozialen Netzwerken unterschiedliche Meinungen. Die einen halten diese Entscheidung für völlig richtig und freuen sich über die klare Haltung, während andere über eine Vorverurteilung ihres Spielers wüten.


So oder so, in Deutschland wird es Frahn schwer haben, einen neuen Klub zu finden. Am Ende hat er sich das selbst zuzuschreiben!