Das 2:2 gegen den ​FC Chelsea am vergangenen Samstag zur Saisoneröffnung hinterließ gemischte Gefühle. Manches funktioniert bereits sehr gut, es ist aber noch eine ganze Menge zu tun. Für einen Spieler aber war es ein ganz besonderes Spiel. Andreas Christensen kehrte erstmals nach seiner zweijährigen Leihe zur Borussia zurück und war sichtlich gerührt.


Zur Saisoneröffnung lud ​Borussia Mönchengladbach den englischen Klub und amtierenden Europa-League-Sieger FC Chelsea ein. Am Ende stand ein eher glückliches 2:2. Trotz eines Vorsprungs von zwei Toren darf man sich auf Seiten der Fohlen nicht über das Ergebnis beschweren. Denn mit zahlreichen Fehlern im Aufbau hätte man schon zur Halbzeit zurückliegen können, wäre da nicht ein hervorragend aufgelegter Yann Sommer gewesen.


Doch am Ende war es eben auch nur ein Testspiel, weshalb man das Ergebnis nicht überbewerten darf. Vielmehr war es ein gelungenes Rahmenprogramm für den Saisonauftakt. Und mit Andreas Christensen war auch ein alter Bekannter zu Gast. Der dänische Innenverteidiger war für zwei Jahre von 2015 bis 2017 vom FC Chelsea an den Niederrhein ausgeliehen, gemeinsam zogen er und der Verein in die Champions League ein.


Entsprechend schaute er auch bei seinen ehemaligen Mannschaftskollege vorbei, wie er bei der Rheinischen Post erklärte: "Ich habe noch immer viele Freunde in der Mannschaft, es war schön, sie wieder zu sehen. Diese Gelegenheit wollte ich nutzen. Das war ein sehr besonderes Spiel für mich, eine besondere Rückkehr. Ich habe Borussia und ihre Fans vermisst, ich liebe es hier zu sein."

Andreas Christensen,Fabian Johnson,Yann Sommer

Christensen (l.) schnackt eine Runde mit den ehemaligen Mannschaftskollegen


Das die Blues trotz bester Chancen zweimal von den Borussen auf dem falschen Fuß erwischt wurden und zur Halbzeit plötzlich mit 0:2 zurücklagen, bewertete der Abwehrspieler sehr selbstkritisch. "Die erste Halbzeit war nicht gut, als wir mit dem 0:2-Rückstand in der Kabine waren, haben wir gesagt, dass wir eine Reaktion zeigen müssen. Die zweite Halbzeit war besser, wir haben diese Reaktion gezeigt. Auch das war nicht unsere beste Leistung, aber es war in Ordnung." Letztlich aber sei es eben auch noch Vorbereitung, weshalb man die Spiele nutze, um sich auf den entsprechenden Fitnessstand zu bringen.


Seinen Ex-Verein aber lobte er darüber hinaus. "Die Mannschaft ist noch immer sehr jung, sehr selbstbewusst und sie will Fußball spielen." Fragen zu einer möglichen Rückkehr aber blockte er ab, indem er erklärte, dass er sich nur auf das hier und jetzt konzentriere. Letztlich war es für alle Seiten eine schöne Sache. Und das Christensen es ehrlich meint, bewies seine Ehrenrunde, die er im Borussia-Park vornahm, um sich noch mal von den Fans zu verabschieden und sich zu bedanken. Die Anhänger dankten es ihm ebenfalls und spendeten viel Applaus für den Ex-Spieler.


Zu einem möglichen Aufeinandertreffen in der Europa League aber wird es nicht kommen. Durch den Gewinn des Wettbewerbs haben sich die Blues unmittelbar für die Königsklasse qualifizieren können. Somit wird man sich gedulden müssen, bis man die Möglichkeit hat, Christensen mal wieder in der Vitusstadt zu begrüßen.