​Bei Fußballspielen im Profibereich ist es längst üblich, dass Ballkinder am Seitenrand stehen und den Spielern sofort einen Ball zuwerfen, um den Spielfluss hochzuhalten. In der Regel handelt es sich dabei um Balljungen - der 1. FC Nürnberg möchte das nun ändern.


Beim Glubb werden ab sofort nicht nur männliche, sondern auch weibliche Ballkinder an Spieltagen zum Einsatz kommen. Damit ist der ​FCN der erste deutsche Klub, der dauerhaft auch auf Ballmädchen setzt. 


"Zeichen für Gleichberechtigung" beim FCN


"Beim Testspiel gegen Paris Saint-Germain kam uns der Gedanke, warum es eigentlich immer Balljungs sind. Das habe ich dann hinterfragt und recherchiert. Die komplette Hinrunde werden nun Ballmädchen bei den Heimspielen im Max-Morlock-Stadion zum Einsatz kommen. Damit wollen wir langfristig ein Zeichen für Gleichberechtigung setzen", erklärt Magda Thiel, soziale und pädagogische Betreuerin im Nürnberger NachwuchsLeistungsZentrum, auf der Vereinshomepage.


Startschuss wird bereits das kommende Heimspiel gegen den HSV sein. Dort werden unter anderem Spielerinnen der U23 als Ballmädchen fungieren. "Die Clubfamilie hält auf und neben dem Platz zusammen. Daher ist es selbstverständlich, dass die Clubfrauen ab dieser Saison an den Spieltagen der Profis zusätzliches Engagement zeigen und sich als Ballmädchen bei den Heimspielen im Max-Morlock-Stadion einbringen", heißt es.