Am zweiten Spieltag der zweiten Bundesliga kommt es am kommenden Montag zum Duell zweier Traditionsklubs, Nürnberg empfängt den HSV. Mit dabei auch Spieler, die vom jeweils anderen Verein gewechselt sind, so Christian Mathenia und Tim Leibold. Während sich der FCN-Keeper auf das Duell freut, hält sich Leibold bedeckt.

Für Tim Leibold kommt es direkt am zweiten Spieltag zur Rückkehr in seine alte Heimat. Der Linksverteidiger hat vier Jahre für den ​1. FC Nürnberg gespielt, eher er in diesem Sommer für rund 1,8 Millionen Euro zum ​Hamburger SV gewechselt war. Er selbst dürfte wohl mit einigen Pfiffen der Nürnberger rechnen, ein warmes "Willkommen zurück" wird es nicht geben. Einigen Fans stieß Leibolds Aussage im April, beim Abstieg nicht direkt fliehen zu wollen, nach dem Wechsel sehr sauer auf.

Leibold bleibt ruhig - Unruhe bei den Nürnberg-Fans wird erwartet


Nicht nur deshalb möchte sich der 25-Jährige vor dem Spiel nicht öffentlich äußern. Der Fokus gilt auf der Leistung auf dem Feld. Torwart Mathenia - selbst letztes Jahr vom HSV nach Nürnberg gewechselt - würde sich über einen netten Empfang für seinen ehemaligen Teamkollegen jedoch freuen: "Tim ist in Nürnberg  ein verdienter Spieler. Dass Fans nach einem Wechsel enttäuscht sind, ist normal. Das gehört zum Fußball dazu." Ein Jahr lang spielten die beiden zusammen. "Tim ist ein super Typ. Er war mein Sitznachbar in der Kabine und hat mir am Anfang die Stadt gezeigt. Wir haben noch regelmäßig Kontakt", wird er vom Hamburger Abendblatt zitiert. "Er ist für jedes Team eine Bereicherung.

Mathenia war im ersten Spiel gegen Dynamo Dresden zum Spieler des Spiels gewählt worden - er hielt den knappen 0:1-Sieg für sein Team fest. Im Hinblick auf das Duell gegen den direkten Konkurrenten im Kampf um den Aufstieg sagte er: "Der HSV ist klasse besetzt, hatte aber auch so seine Probleme. Das wird ein tolles Spiel, indem wir uns gute Chancen ausrechnen."

Mathenia könnte das Spiel verpassen


Eventuell wird der Nürnberg-Schlussmann jedoch nicht dabei sein. Der Grund: Die Geburt seiner Tochter steht kurz bevor. "Seit dem Abpfiff des Dresden-Spiels denke ich nur noch an die Geburt meiner Tochter. Die Nervosität steigt täglich."

Während die Hamburger beim 1:1 gegen Darmstadt Startschwierigkeiten hatten, könnte sich Nürnberg mit dem zweiten Sieg im zweiten Spiel einen guten Start für die Mission Wiederaufstieg erspielen.