Quo vadis, Alexander Nübel? Der Schalker Schlussmann ist im In- und Ausland heiß begehrt. Nübel kann sich seinen nächsten Karriereschritt aussuchen - die Entscheidung dürfte angesichts der vielen Angebote nicht einfach werden.


Die Ausgangslage ist klar: Der U21-Nationalkeeper geht in sein letztes Vertragsjahr auf ​Schalke und ist bei den Knappen aktuell die klare Nummer eins. Königsblau will den Vertrag mit dem großen Torwarttalent gerne langfristig verlängern. Die Sportbild geht von einer angebotenen Laufzeit bis 2023 oder 2024 aus, inklusive Ausstiegsklausel. S04-Sportvorstand Jochen Schneider erklärte jüngst der Bild: "Wir haben vereinbart, dass wir am Ende der Vorbereitung ein konkreteres Gespräch führen."


​Ein Ultimatum wolle man Nübel aber nicht stellen. Schlicht, weil es die Chancen auf dessen Unterschrift noch weiter verschlechtern würde. Denn die sollen ohnehin nicht sonderlich gut stehen. Angesichts der Tatsache, dass Nübel kommenden Sommer ablösefrei gehen und dabei ein Handgeld in Millionenhöhe kassieren kann, kein Wunder. Zumal sich die Liste der Namen der Interessenten liest wie das Who-is-who des internationalen Fußballs.


Ausland für Nübel wohl noch kein Thema


Topklubs wie Atletico Madrid, Tottenham Hotspur und PSG sollen an Nübel dran sein. Laut Sportbild will der 22-Jährige aber in Deutschland bleiben. Und hier kann er zwischen drei aktuellen Champions-League-Teilnehmer wählen. Das Interesse der ​Bayern ist längst verbrieft. Hier winkt die Aussicht auf die Neuer-Nachfolge.


Auch Leipzig gilt schon länger als ernsthafter Mitbewerber. Die Sportbild hat in Erfahrung gebracht  dass ​RB bereit sei, schon in diesem Sommer bis zu 15 Millionen Euro Ablöse zu bezahlten. Für S04 wäre das zumindest ein finanziell lukrativer Ausweg gewesen. Mit Neu-Manager Markus Krösche träfe Nübel auf einen alten Bekannten aus Paderborn. Krösche war Nübels Trainer in der U21 des SCP, bevor es ihn 2015 für 600.000 Euro nach Schalke zog.


Kann sich Nübel einen Wechsel zum BVB vorstellen?


Neben dem FCB und Leipzig soll aber auch der ​BVB um Nübel buhlen. Ein Wechsel zum großen Pott-Rivalen wäre sehr brisant. Bei Schwarz-Gelb soll Roman Bürki weiter nicht unumstritten sein - trotz seiner starken letzten Saison. Die Dortmunder dürften aber nur Außenseiterchancen haben. Für Nübel wäre es ein Schritt, mit dem er sich ganz viel Druck auflasten würde. Vom Unmut der Knappen-Anhänger ganz zu schweigen.


Am Ende bleibt es eine schwierige Entscheidung für Nübel. Im Bundesliga-Vierkampf um die Gunst des Keepers hätten alle Optionen einen gewissen Reiz. Während ein BVB-Wechsel eher nicht infrage kommen dürfte, müsste Nübel beim FC Bayern und auch bei RB erst einmal an den aktuellen Stammkeepern vorbeikommen. Auf Schalke dagegen wäre er in den nächsten Jahren wohl unumstritten (wenn die Leistung stimmt). Allzu bald wird es keine Entscheidung geben.