​Das erste Halbfinale des Audi Cups bestritten am Dienstagabend Champions-League-Rekordsieger ​Real Madrid gegen den Finalisten der vergangenen Saison, Tottenham Hotspur. In einem eher müden Kick reichte den Spurs ein Tor von Kapitän Harry Kane zum Sieg.


Bei den Königlichen ließ Trainer Zinedine Zidane seine Stars los. Vor allem auf 100-Millionen-Neuzugang Eden Hazard freuten sich die Fans in der Allianz Arena. Toni Kroos durfte in seinem alten Wohnzimmer ebenfalls beginnen. Ex-Eintracht-Stürmer Luka Jovic fehlte verletzt, ebenso wie Gareth Bale, der nicht im Aufgebot für den Audi Cup steht.

​​Auf Seiten der Spurs bot Trainer Mauricio Pochettino die meisten seiner Stars im Team auf. Unter anderem Christian Eriksen, der diesen Sommer lange mit Real in Verbindung gebracht wurde. Auch Son und Kane standen in der Startelf.


Real Madrid setzte den schlechten Eindruck der Vorbereitung auch in München fort. Nach der blamablen 3:7-Packung im Stadtderby gegen Atletico waren die Königlichen auch gegen die Spurs von Beginn an unterlegen. 


In der 22. Minute nutzte Harry Kane dann einen Aussetzer von Marcelo zur Führung. Der Brasilianer wollte einen schlechten Querpass von Hazard vor dem Seitenaus retten - seine Rettungsgrätsche verkam allerdings zur perfekten Vorlage, die der Spurs-Knipser frei vor Keylor Navas im Real-Tor locker verwertete.


Bis zur Pause blieb es auch dabei. Von Eden Hazard und Co. war in der Offensive nicht viel zu sehen. Das Tempo der Partie hielt sich im ersten Durchgang ohnehin in Grenzen.


2. Halbzeit: Viele Wechsel - keine Tore


Im zweiten Abschnitt wollte Zidane wohl mehr sehen von seinen Mannen: Die Blancos gingen unverändert wieder auf den Rasen. Bei den Spurs dagegen blieben alle, außer die beiden Stürmer-Stars Kane und Son in der Kabine.


Für Toni Kroos war die Partie nach gut einer Stunde vorbei. Wie seine Kollegen konnte auch der Ex-Münchner keinen bleibenden Eindruck hinterlassen.


In der 75. Minute traf dann Rodrygo nach einer Flanke zum vermeintlichen Ausgleich. Der Treffer wurde wegen einer Abseitsposition des Brasilianers aber zurecht nicht anerkannt.


Auf der anderen Seite hätte Nachwuchsstürmer Troy Parrott in der 86. Minute nach einem Konter beinahe auf 2:0 für die Spurs gestellt. Der 18-Jährige traf aber nur den Pfosten des Real-Gehäuses.


Insgesamt blieb es eher ein müder Sommer-Testkick, denn ein packendes Duell zweier internationaler Topklubs. Die Spurs treten nun im Finale morgen Abend (20.30 Uhr) gegen den Sieger des zweiten Halbfinals zwischen den Bayern und Fenerbahce an.