Ein neuer Trainer bringt auch immer neue Anforderungen mit. Manche Spieler können die neuen Systeme und Kriterien entsprechend schnell adaptieren, andere wiederum finden sich weit schwerer mit neuen Anforderungen zurecht. Bei ​Borussia Mönchengladbach ist mit Marco Rose ein Trainer angekommen, der ein weit intensiveres Spiel favorisiert, als sein Vorgänger. Pressing bereits am Strafraum des Kontrahenten, die Gegner jagen und zu Fehlern zwingen, all das setzt ein laufintensives und kraftraubendes Spiel voraus, dem die Spieler auch von der Fitness her gewachsen sein müssen. Damit dürfte nicht jeder Akteur problemlos zurechtkommen. 


Michael Lang

Nicht zuletzt durch die Ankunft von Stefan Lainer war klar, dass Michael Lang um seinen Platz hart wird kämpfen müssen. Doch durch den Bonus, den Lainer bereits mitbringt, nicht zuletzt, weil er das System schon kennt, war bereits klar, dass der Schweizer es schwer haben wird, sich durchzusetzen. Es spricht für ihn, dass er weiter um diesen Platz kämpfen will, doch Rose und Co. haben bereits signalisiert, dass er definitiv nicht die erste Wahl im Kader ist.

Borussia Moenchengladbach v FC Bayern Muenchen - Bundesliga



Tony Jantschke

Der inzwischen 29-Jährige kommt aus der eigenen Jugend und hat inzwischen viele Trainer gesehen und viele Systeme gespielt. Als Backup ist Jantschke inzwischen immer wieder gerne gesehen, ob für die Sechs, eine defensive Außenposition oder die Innenverteidigung. Aber zu mehr dürfte es auch in der kommenden Spielzeit nicht reichen.

Tony Jantschke



Andreas Poulsen

Der junge Däne war als Nachfolger für Oscar Wendt geholt worden, ob er diesen Job aber jemals antreten wird, ist fraglich. Auch in diesem Sommer scheint er dem Arrivierten bestenfalls als Lehrling gegenüber zu stehen, als Konkurrent kann man den 19-Jährigen nach wie vor nicht ansehen. Zwar bekommt er hier und dort seine Chancen in den Testspielen, besondere Eindrücke hinterlässt er aber auch dort nicht.

Andreas Poulsen



Tobias Strobl

Der Mittelfeldspieler war bereits in der abgelaufenen Saison die Überraschung, als er sich noch vor Weltmeister Christoph Kramer und dem dynamischen Denis Zakaria auf der Sechs etablierte. Der Status allerdings bröckelte bereits in der Rückrunde, wo auch er sich öfter auf der Bank wiederfand. Und als Laufwunder ist Strobl ebenfalls nicht bekannt. Das aber ist eine der Voraussetzungen im laufintensiven Spiel von Marco Rose. Daher dürfte auch Strobl sich des Öfteren auf der Bank wiederfinden.


Zu Beginn winkt aber dennoch ein Platz in der Startelf - nicht zuletzt weil Christoph Kramer derzeit verletzt ist und Rose Zakaria wohl eher auf den Halbpositionen in der Mittelfeldraute sieht.

Tobias Strobl



Laszlo Benes

So viele Sympathien der junge Slowake hat, so sehr geht er aktuell im Reigen unter. Die Qualität im Mittelfeld bei den Fohlen ist sehr hoch und auch Hauptkonkurrent Michael Cuisance konnte bereits auf sich aufmerksam machen. Benes aber scheint gefühlt ein wenig hinten runter zu fallen, er dürfte aktuell am weitesten weg sein, auch wenn der Abstand keinesfalls groß ist. Die Konkurrenz ist eben aktuell einfach noch den berühmten Tick stärker. Was ihn allerdings anspornen könnte zu noch besseren Leistungen. Womit am Ende dann alles richtig gemacht wurde von allein Beteiligten.

Laszlo Benes



Fabian Johnson

Die Vielseitigkeit des US-Amerikaners ist sein großes Plus. Auf beiden Außenpositionen, defensiv wie offensiv, wird Johnson immer wieder aufgeboten. Überzeugen oder gar aus dem Schatten der Mitspieler heraustreten konnte er nur in den wenigsten Momenten bislang. ​Nicht umsonst gehört er noch zu möglichen Wechselkandidaten und könnte daher bis Ende August noch abgegeben werden.

Fabian Johnson



Ibrahima Traore

Beim Flügelflitzer geht es weniger um die Qualität, als mehr um die körperlichen Anforderungen. Ganze fünfmal stand er in der vergangenen Saison in der Startelf. Seine hohe Verletzungsanfälligkeit macht ihm immer wieder einen Strich durch die Rechnung. Unter Marco Rose wird es noch mal anstrengender, was auch für ihn noch mehr bedeutet, in erster Linie gesund zu bleiben und nicht erneut mehr Zeit in der Reha als auf dem Platz zu verbringen. Und seine beste Position auf dem offensiven Flügel gibt es im Rose-System so nicht mehr.

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Keanan Bennetts

Der junge Brite durfte in den Testspielen überraschend oft ran, wirklich auf sich aufmerksam machen konnte er allerdings nicht. Daher dürfte auch er sich vorerst weiter hinten anstellen und geduldig auf seine Chance warten. Diese muss er dann aber auch zu nutzen wissen. In den Vorbereitungspartien hat er es bislang verpasst, den entsprechenden Eindruck zu hinterlassen, dass man mehr auf ihn setzen müsste.

Keanan Bennets