​Die negativen Schlagzeilen rund um ​Martin Hinteregger reißen nicht ab. Nachdem der Verteidiger des ​FC Augsburg sich in dieser Vorbereitung bereits die ein oder andere Spitze in Richtung seines aktuellen Arbeitgebers geleistet hatte, kursiert nun ein Video, auf dem der Österreicher in betrunkenem Zustand zu sehen ist. Da er am nächsten Tag zudem ein Training sausen ließ, kündigte Manager Stefan Reuter Maßnahmen an.


Wohl kaum ein Spieler wird derzeit von zwei Fanlagern innerhalb Deutschlands so unterschiedlich wahrgenommen, wie Hinteregger. Bei ​Eintracht Frankfurt, wohin der 26-jährige Innenverteidiger in der vergangenen Rückrunde ausgeliehen worden war, genießt der Abwehrspieler schon fast einen Heldenstatus. Bei seinem (Noch-)Arbeitgeber FC Augsburg hingegen, dribbelt sich Hinteregger immer weiter ins Abseits.

Martin Hinteregger

Bei der Eintracht steht Hinteregger noch immer hoch im Kurs


Wie die BILD berichtet und sich dabei auf ein dem Boulevardblatt vorliegendes Handyvideo bezieht, ließ der wechselwillige Spieler, der unbedingt wieder zur Eintracht zurückkehren möchte, seinen Frust über seinen derzeitige Situation zum Ausklang des Trainingslagers der Augsburger in Triol freien Lauf.


Volksfest statt konzentrierte Vorbereitung


Auf dem Videomaterial ist Hinteregger zu sehen, wie er gut angeheitert über den Marktplatz in Bad Härting torkelt. Entstanden sind die Aufnahmen allem Anschein nach beim sogenannten Pölvenfest, das am Samstag stattgefunden hat. Dem Bericht zufolge, war der FCA-Profi sehr angetan von der Sause und tauchte dort nicht nur nachmittags, sondern auch nach dem offiziellen Mannschaftsabend zu späterer Stunde auf.


Gegen einen kurzen Abstecher auf dem Volkfsfest ist an sich kaum etwas einzuwenden. Schließlich hatten sich auch weitere Spieler der Fuggerstädter in Richtung Marktplatz aufgemacht. Hinteregger war allem Anschein nach aber der Einzige, der dabei etwas tiefer ins Glas geschaut hat.

Stefan Reuter

Stefan Reuter kann und will das Verhalten von Hinteregger nicht dulden


Doch selbst hierfür hätten die Augsburg-Bosse wohl eine Auge zugedrückt, wäre Hinteregger am nächsten Tag seinen Pflichten als Profi nachgegangen. Doch anstatt seinen Rausch auszuschwitzen, ​fehlte der 41-fache österreichische Nationalspieler nicht nur beim Abschlusstraining, sondern auch beim obligatorischen Abschiedsbild mit dem Hotelpersonal. Eine Erklärung für seinen Fehltritt blieb Hinteregger auf BILD-Nachfrage bislang schuldig.


Reuter ​kündigt Gespräche an


Sport-Geschäftsführer ​Stefan Reuter hatte sich bereits in der Vergangenheit nicht gerade als Fan der Starallüren des Innenverteidigers gezeigt. Gegenüber der BILD deutete der 52-Jährige daher wenig überraschend bereits Konsequenzen an: "Wir haben Kenntnis über dieses Video. Wir bitten um Verständnis, dass wir uns erst abschließend äußern können, wenn wir mit der Mannschaft und Martin gesprochen haben."


Der große Frust von Hinteregger rührt daher, dass der FC Augsburg und die Eintracht bislang hinsichtlich einer Ablösesumme für ihn ​noch keinen gemeinsamen Nenner finden konnten. Diesen Unmut aber auf diese Art und Weise zur Schau zu stellen und damit auch das Mannschaftsklima der Fuggerstädter ins Ungleichgewicht zu bringen, ist zweifelsohne alles andere als ein guter Stil.