Durch die Verletzung des Außenbandrisses am Knie musste Alessandro Schöpf bereits am zweiten Spieltag der Rückrunde die Saison streichen. Im Spiel gegen ​Hertha BSC verletzte er sich durch ein schweres Foul von Karim Rekik - dieser habe sich danach nicht einmal bei ihm gemeldet. "Charakterlich sehr, sehr schwach", bedauert Schöpf.


Wenn man als Außenstehender das ​Schalke-Trainingslager in Mittersill und auch die vorhergegangene Vorbereitung durch die Medien und die S04-Kanäle verfolgt, merkt man schnell, wie sehr sich Alessandro Schöpf freut, wieder dabei zu sein. 


"Ich freue mich einfach, dass ich nach meiner Verletzung wieder dabei bin. Das Knie hält", stellt der Österreicher gegenüber der WAZ freudig fest. Nach dem schwer Foul von Berlins Rekik musste er operiert werden und anschließend eine monatelange Reha absolvieren. Sich nach einer solchen Verletzung und Schockdiagnose am zweiten Spieltag der so wichtigen Rückrunde wieder zurückzukämpfen, ist alles andere als einfach.

Karim Rekik,Alessandro Schoepf

Die Szene kurz nach dem Foul - Schöpf liegt verletzt am Boden, Rekik bekommt nur Gelb


Für einen üblen Beigeschmack sorgte bei Schöpf das fehlende Interesse oder das Erkundigen durch den Hertha-Verteidiger nach dem Spiel: "Rekik hat sich bei mir persönlich noch nicht einmal gemeldet. Das finde ich natürlich sehr, sehr schade und traurig. Aber das ist seine Sache, nicht meine. Ich bin da nicht nachtragend, aber trotzdem finde ich es charakterlich sehr, sehr schwach, dass man sich da mal nicht kurz melden und sich kurz entschuldigen kann."


Positiv in die Zukunft blicken - Verletzung abhaken


Doch das Thema wolle er nun abhaken, die neue Saison steht vor der Tür. "Es ist nicht einfach, aber im Endeffekt kannst du daran nichts ändern. Ich hätte es auch lieber anders gehabt. Aber es ist so passiert, das muss man akzeptieren und so annehmen wie es ist", gibt er sich kämpferisch, wie man ihn kennt. "Die Zeit heilt alle Wunden, das sagt man ja so schön."


Dass man sich nach einer solchen Verletzung in Spielen dann wieder Gedanken um so etwas machen kann, hält er für falsch. Als positiv denkender Mensch heißt es für ihn nun zuversichtlich auf den Saisonstart gucken: "Ich schaue einfach nach vorne und möchte gemeinsam mit der Mannschaft eine erfolgreiche Saison spielen."