​​Franck Ribery hat den ​FC Bayern München über ein Jahrzehnt hinweg geprägt. Ab diesem Sommer gehen Spieler und Verein aber getrennte Wege. Ein Karriereende ist für den 36-jährigen Franzosen dennoch keine Option und daher wird er derzeit gleich mit mehreren Klubs in Verbindung gebracht. In die Riege der angeblichen Interessenten reihte sich neben unter anderem der AS Monaco nun auch ​Eintracht Frankfurt ein.


Während Riberys kongenialer Partner Arjen Robben unlängst seinen Rücktritt vom Profifußball erklärte, will sich der ehemalige französische Nationalspieler noch nicht zur Ruhe setzen und demonstrierte zuletzt auf seinen Social-Media-Kanälen seine körperliche Fitness. Wie die BILD in Erfahrung gebracht haben will, sollen diese Anstrengungen nun auch Eintracht Frankfurt auf den Plan gerufen haben. 

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Frank Ribery verließ den FC Bayern München als echte Legende


Dem Bericht zufolge, sollen Eintracht-Verantwortliche an den Berater der Bayern-Legende herangetreten sein und eine prinzipielle Bereitschaft eines Wechsels abgefragt haben. Dabei schwebt den Adlern angeblich ein stark leistungsbezogener Einjahresvertrag vor, bei dem Ribery in Sachen Gehalt deutliche Abstriche machen müsste. Auf Nachfrage des Boulevardblatts dementierte die Eintracht mittlerweile jedoch, dass man sich Gedanken um den Linksaußen gemacht habe.


​Stand jetzt, muss ein Deal zwischen Frankfurt und Ribery ohnehin als sehr unrealistisch bezeichnet werden. Zwar spräche die räumliche Nähe zu seiner Familie, die offenbar in München bleiben wird, für einen Wechsel nach Frankfurt. Als Hauptargument gegen einen Transfer zur Eintracht gilt aber neben den horrenden Gehaltsvorstellungen des Franzosen, dass Ribery in der Vergangenheit mehrfach erklärt hat, dass er nie für einen anderen Bundesligisten als den FC Bayern München auflaufen werde. 


Auch Monaco hat kaum Chancen


Lange vor der Eintracht soll auch die AS Monaco den Hut in den Ring geworfen haben. Nach einer desaströsen Vor-Saison wollen sich die Monegassen neu aufstellen. Ein erfahrener Spieler wie Ribery täte da mit Sicherheit gut. Wie die L'Equipe berichtet, haben sich die Kaderplaner aus dem Fürstentum aber mittlerweile eine Absage des Außenbahnspielers eingehandelt. Analog zu seinem Bundesliga-Bekenntnis zum FCB, weigert sich der Rechtsfuß auch in Frankreich für einen anderen Verein zu spielen als seinen Ex-Klub Oympique Marseille.


Riberys Leistungsdaten für den FC Bayern München


Spiele​Tore​Vorlagen​
Bundesliga​​273​86​120
​Champions League​87​18​28
​DFB-Pokal​4512​​25
​Insgesamt​405​116​173

Wer denkt, der ehemalige Bayern-Star hätte sich dadurch alle Möglichkeiten verbaut, liegt falsch. So soll auch der AC Florenz Interesse an einer Verpflichtung des Altmeisters bekundet haben. Selbst der aktuelle Champions-League-Sieger ​FC Liverpool soll angeblich die Fühler ausgestreckt haben. Ribery als ​Klopp-Schützling? Klingt zwar sehr reizvoll, aber ob sich die Bayern-Legende mit einer Rolle als Backup für Sadio Mane zufriedengeben würde, darf bezweifelt werden. Ein unzufriedener Superstar auf der Ersatzbank hat schließlich noch keinem Verein auf Dauer gut getan.


Zumindest ein Stück weit realistischer klingt da schon ein Wechsel zum​ FC Arsenal. Die Gunners agierten in diesem Transfersommer noch relativ verhalten und London wäre mit Sicherheit eine lukrative Adresse. Dennoch kommen auch hier berechtigte Zweifel auf, ob Ribery tatsächlich eine sinnvolle Verstärkung für die Elf von Cheftrainer Unai Emery wäre.


Europa ist nicht die einzige Option


Sollten sich alle Angebote aus Europa zerschlagen, könnte der Flügelflitzer aber auch einen Abstecher in andere Fußballregionen wagen. Laut der brasilianischen Zeitung Globo Esporte denkt Flamengo Rio de Janeiro über eine Verpflichtung nach. Auch hier dürften jedoch die unterschiedlichen Gehaltsvorstellungen zum Problem werden. Die finanziellen Mittel wären bei Interessenten aus Katar hingegen zweifelsohne gegeben, der Ribery-Clan scheint aber wenig Lust auf ein Abenteuer im luxuriösen Wüstenstaat zu haben.


Unterm Stich, lässt sich also festhalten, dass sich die Suche nach einem neuen Arbeitgeber für Ribery als alles andere als leicht herausstellt. Gut möglich, dass der langjährige Star am Münchner Fußballhimmel seine eigenen Ansprüche etwas herunterschrauben muss. Beweisen muss der neunfache deutsche Meister ohnehin Niemandem mehr etwas.