Der ​1. FC Köln ist wieder zurück in der Bundesliga und will erst mal keine kleinen Brötchen backen. Vielmehr möchte man sich mit der Zielsetzung Klassenerhalt gar nicht erst abfinden, sondern nach höherem streben. Torhüter Timo Horn erklärte gegenüber Sky, wo es in der kommenden Saison für den Effzeh hingehen soll.


Der 1. FC Köln ist nach einem Jahr Abstinenz schon wieder zurück im ​Oberhaus. Wer aber nun dachte, dass der Klassenerhalt als Saisonziel über allem steht, der irrt. Denn FC-Keeper Timo Horn erläuterte in einem Interview mit dem Bezahlsender Sky, dass man größere Ziele habe. "Als Aufsteiger geht es in erster Linie immer darum, den Verein wieder in der Bundesliga zu etablieren. Das ist unser vorrangiges Ziel. Wir wollen nicht im Vorhinein schon vom Klassenerhalt sprechen, weil man sich damit gleich im unteren Tabellendrittel einordnet. Wir wollen das Maximum rausholen", so der Torhüter.


Neu ist dieser Spirit aber nicht. Schon lange sagt man dem Verein und seinen Anhängern nach, dass man dort meist zu große Träume habe. In diesem Fall aber wird es wohl vor allem vom neuen Trainer Achim Beierlorzer gefördert, wie auch Horn ausführt. "Wir gehen von der Grundstimmung her deutlich positiver in die Saison. Das neue Trainerteam lebt das auch vor, holt sich immer wieder Rückmeldung von den Spielern."


Neben der neuen Grundstimmung wurde auch am Spielsystem der Mannschaft gefeilt. Nachdem Markus Anfang zuletzt zwar im Ergebnis erfolgreich, aber wohl doch zu risikoreich spielen ließ, was ihm letztlich auch die Entlassung zum Ende der vergangenen Saison einbrachte, scheint Beierlorzer einen anderen Ansatz gefunden zu haben, mit dem die Spieler übereinstimmen. "Was über allem steht, ist, dass wir als Spieler auch hinter dem System stehen, das wir spielen werden", so Horn weiter. Vor allem im athletischen Bereich wolle man aufholen, da dort große Defizite in der vergangenen Spielzeit gewahr wurden.

Achim Beierlorzer

Der neue Trainer Achim Beierlorzer kommt mit seinem Team gut an bei der Mannschaft


In dieser Saison erhofft sich Horn dagegen "sehr aktiven, aggressiven Fußball", der eine "Euphorie in der Mannschaft entfachen" und das Teams "als Einheit auftreten" soll. Dabei soll auch helfen, dass sich die Mannschaft besser einspielt. Dort gab es doch einige Baustellen laut Horn, der damit indirekt gegen seinen Ex-Trainer schießt. "Ich bin ein Freund davon, wenn eine Abwehrkette eingespielt ist. In der letzten Saison hatten wir auf diesen Positionen zu viele Wechsel auf vielen entscheidenden Positionen, so dass wir uns nicht einspielen konnten."


Wie sehr sich Ex-Coach Anfang und Achim Beierlorzer unterscheiden, hebt der Schlussmann aber noch mal hervor, wenn er über die Rotation spricht. "Das wird dieses Jahr anders sein. Da haben wir als Spieler auch ein Stück weit Mitspracherecht und der Trainer holt sich immer wieder Rückmeldungen ein." 


Ob das aber gleich zu höheren Zielen berechtigt, bleibt abzuwarten. Denn wie schnell die Stimmung in Köln umschlagen kann nach einem wenig gelungenen Start, wissen sie in der Domstadt selbst am besten.