Der FC Bayern ohne Uli Hoeneß - eigentlich unvorstellbar, könnte aber bald Realität sein. Die Bild berichtet, dass der FCB-Präsident bei der Jahreshauptversammlung im November nicht mehr zur Wiederwahl antreten wird. Den Posten als Aufsichtsratschef wolle er ebenfalls abgeben.


Das wäre ein heftiger Paukenschlag: Uli Hoeneß will nicht nur das Präsidentenamt ab November abgeben, sondern auch als Aufsichtsratschef ausscheiden. Für dieses Amt war er erst im Dezember 2018 bis 2022 bestätigt worden. 


Auf der Münchner Finanzmesse im März hatte er ​zum ersten Mal öffentlich mit Gedanken über seinen Abschied vom ​Rekordmeister kokettiert: "Falls ich aufhören sollte, habe ich den einen oder anderen im Auge, der das vielleicht machen kann." Dass dieser Fall so schnell eintritt, damit hätten nach fast 50 Jahren im Klub wohl nur die wenigsten gerechnet.


Hoeneß hat schon einen Nachfolger im Blick


Wunschkandidat für seine Nachfolge soll gemäß der Bild der ehemalige Adidas-Chef Herbert Hainer sein. Der 65-Jährige ist bereits als Stellvertreter im Bayern-Aufsichtsrat tätig. Hoeneß wolle Hainer als neuen Präsidenten und Aufsichtsratschef vorschlagen.


Hainer soll gemeinsam mit Oliver Kahn die neue Führungsspitze bilden. Der ehemalige Bayern-Keeper soll ab 2021 Karl-Heinz Rummenigge als Aufsichtsratschef folgen.


Warum der Rückzug?


Hoeneß habe Frau Susi schon länger versprochen kürzerzutreten. Dazu habe die Zeit im Gefängnis viel Kraft gekostet, heißt es. Eine Rolle spielt aber sicherlich auch die Ereignisse auf der Mitgliederversammlung infolge der jetzt schon legänderen Pressekonferenz im vergangenen Jahr. Im Klub-Magazin „51“ ließ der Noch-Präsident bereits tief blicken: "Diese neuen und überraschenden Erfahrungen werde ich in meine Überlegungen, ob ich zum Jahresausklang noch mal kandidiere, mit einbeziehen." 


Offenbar sind diese Überlegungen nun abgeschlossen.