​Der ​VfB Stuttgart startet in einer Woche in die Zweitligasaison. Innenverteidiger Timo Baumgartl konnte dabei in der Vorbereitung aufgrund seiner Teilnahme an der U21-Europameisterschaft beim neuen ​Cheftrainer Tim Walter noch keine Werbung in eigener Sache machen. Ein vermeintliches Angebot aus den Niederlanden könnte sich daher für alle Beteiligten als lukrative Option herausstellen.


Wie die BILD in Erfahrung gebracht haben will, soll das 23-jährige Eigengewächs der Schwaben auf dem Wunschzettel der PSV Eindhoven gelandet sein. Deren Cheftrainer und ehemaliger Bayern-Leitwolf Mark van Bommel hat die Geschehnisse in der Bundesliga nie aus den Augen verloren und soll sich längst als großer Fan des 1,90-Meter-Schlaks geoutet haben. Dem Bericht zufolge, geht die Zuneigung des 42-Jährigen so weit, dass er sich dazu bereit erklärt hat, für den Abwehrspieler bis zu zehn Millionen Euro Ablöse nach Stuttgart zu transferieren.

Timo Baumgartl

Timo Baumgartl war beim VfB zuletzt nur selten die erste Wahl



Wäre ein Angebot in dieser Größenordnung beim VfB wohl noch vor wenigen Monaten auf taube Ohren gestoßen, dürfte sich das Blatt im Ländle längst gewendet haben. Aus dem einstigen Abwehrchef ist schließlich bereits in der vergangenen Rückrunde ein Dauerreservist geworden, der zugegebenermaßen dabei auch von einer äußerst hartnäckigen Gehirnerschütterung ausgebremst worden war.


Doch auch wenn man diese Beeinträchtigung ausklammert, muss man festhalten, dass die Formkurve des gebürtigen Schwaben im letzten Jahr nicht mehr wie zuvor nach oben, sondern kontinuierlich nach unten zeigte. Auch Tim Walter scheint kein großer Fan des Blondschopfs zu sein und hat sich allem Anschein nach in der Innenverteidigung auf das Duo aus Marc-Oliver Kempf und Marcin Kaminski festgelegt. Selbst der von der zweiten Mannschaft der Bayern verpflichtete Youngster Maxime Awoudja scheint Baumgartl langsam aber sicher den Rang abzulaufen.

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Mark van Bommel soll auf Timo Baumgartl große Stücke halten


Nicht außer Acht lassen sollte man zudem, dass der Rechtsfuß mit einem Jahresgehalt von 2,5 Millionen Euro derzeit einer der Topverdiener beim VfB ist und ein Verkauf des Defensivspielers so auch im Spieleretat weitere Möglichkeiten freiräumen würde. Baumgartl selbst, erklärte bereits vor geraumer Zeit, dass er ​über eine Luftveränderung nachdenke. Mit einem Wechsel zur PSV könnte er dabei der Zweitliga-Tristesse entfliehen und in der kommenden Saison sogar international spielen.


Nach den Trennungen von Christian Gentner und Andreas Beck würden die Stuttgart, insofern sich die Gerüchte bestätigen, zwar eine weitere Identifikationsfigur verlieren. Nach dem Abstieg ist bei den Stuttgartern aber ohnehin - so hofft man zumindest - eine neue Zeitrechnung angebrochen. Mehr als die kolportierte Summe dürfte man für Baumgartl in den kommenden Jahren wohl nicht mehr einnehmen. Summa summarum, würde der Wechsel wohl für alle Beteiligten durchaus Sinn machen. Da zuletzt aber auch andere Klubs mit dem VfB-Spieler in Verbindung gebracht wurden, ​darunter auch Borussia Mönchengladbach, könnte noch ein weiterer Interessent dazwischengrätschen.