Ein ganzes Jahr hielt es Ralf Becker beim Hamburger SV aus. Dann aber folgte, wie so oft beim Nordlicht, die Trennung vom Angestellten. Doch diese war aus Sicht des HSV nicht günstig. So erhielt Becker nach seiner Kündigung noch eine dicke Abfindung. Es hätte allerdings noch teurer kommen können.


Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, hat der ​Hamburger SV am heutigen Freitag den Vertrag vom ehemaligen Sportvorstand Ralf Becker aufgelöst. Becker war erst im vergangenen Sommer nach dem erstmaligen Abstieg aus der Bundesliga zum Verein gekommen, wurde aber vor wenigen Wochen bereits wieder entlassen. Sein Nachfolger Jonas Boldt, der zuletzt bei Bayer Leverkusen war, versucht nun nach und nach ehemalige Trainer, Spieler und Angestellte von den Gehaltslisten zu entfernen.


Und die Auflösung mit Becker war so verkehrt nicht. Denn Beckers Vertrag galt zunächst noch bis 2021. Für den Fall eines Aufstiegs am Ende dieser Saison hätte Becker zudem noch einen Bonus und eine Gehaltserhöhung kassiert. Wie die Bild berichtet, soll aber tatsächlich für diesen Fall bereits eine Klausel im Kontrakt gewesen sein, die besagte, dass man den ehemaligen Sportvorstand mit einer Einmalzahlung von der Gehaltsliste bekommen würde.

Ralf Becker

Im Falle eines Aufstiegs hätte Ralf Becker einen ordentlichen Bonus kassiert


Wie das Boulevardblatt weiter ausführt, soll Becker demnach ca. 600.000 Euro erhalten haben. Dabei richtet sich der Betrag nach dem Jahresgehalt des 48-Jährigen. Eine Garantie auf ein lohnenswertes Geschäft ist es für den HSV zwar nicht, aber es hätte auch schlimmer werden können. Hätte Becker nämlich keinen neuen Verein in dieser Zeit gesucht bzw. gefunden, hätte Becker mit allen Boni für etwaige Aufstiege und sonstige Erfolge weiter bezahlt werden müssen.


Neben Becker gibt es noch weitere ehemalige Angestellte des HSV, die Boldt gerne streichen würde. So steht Ex-Trainer Hannes Wolf ebenfalls noch auf der Gehaltsliste, auch der ehemalige Torwarttrainer Stefan Wächter und Ex-U21-Trainer Steffen Weiß beziehen noch ihr Gehalt vom Zweitligisten. 


Sportlich hingegen muss man beim Hamburger SV gar nicht mehr lange warten. Los geht die Zweiligasaison bereits am kommenden Wochenende. Dann trifft der ehemalige Dino zum Auftakt auf den SV Darmstadt 98. ​Zuvor aber gibt es noch am morgigen Samstag das Testspiel gegen den RSC Anderlecht