In den vergangenen Wochen hat sich das Personalkarussell ​bei ​Eintracht Frankfurt fleißig gedreht. Mit ​Sebastien Haller und ​Kevin Trapp finden sich auch zwei Erfolgsgaranten der letzten Saison unter den Abgängen wieder. Während der Nationalkeeper nach seiner einjährigen Leihe fest verpflichtet werden soll, ist die SGE auf der Suche nach einem Haller-Ersatz offenbar in Frankreich fündig geworden. 


Mindestens 40 Millionen Euro spülte der Verkauf des Mittelstürmers an West Ham United in die Kassen der Eintracht. Durch Bonuszahlungen kann diese Summe noch auf bis zu 50 Millionen Euro ansteigen. Bei der Suche nach einem passenden Haller-Ersatz verspürt Cheftrainer Adi Hütter keinen Zeitdruck. 


"Es ist manchmal wichtig, dass man die Ruhe und Geduld hat, auf den richtigen Spieler zu warten. Wir werden nicht nervös", erklärte der Österreicher gegenüber dem kicker. Der SGE-Coach habe damit gerechnet, dass sich der eine oder andere Leistungsträger aus der Bankenmetropole verabschieden wird. 

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Im Eintracht-Fokus: Ludovic Ajorque



Wie die in der Regel gut informierte französische Sportzeitung L’Équipe berichtet, haben die Hessen in Frankreich einen potenziellen Nachfolger ausgemacht. Demnach beschäftigt sich Frankfurt intensiv mit Ludovic Ajorque. Ein konkretes Angebot soll der Europa-League-Halbfinalist allerdings noch nicht abgegeben haben. Der 25-Jährige ging in der letzten Saison für den Erstligisten RC Straßburg Alsace auf Torejagd. In 29 Pflichtspielen war der 1,97-Meter-Hüne an 13 Treffern (elf Tore/zwei Vorlagen) direkt beteiligt. Vertraglich ist der Angreifer, dessen Marktwert auf vier Millionen Euro geschätzt wird, bis 2022 gebunden. 


Trapp-Rückkehr oder Rönnow-Beförderung?

Die Verantwortlichen der Eintracht machten in den letzten Monaten keinen Hehl daraus, dass sie Trapp gerne fest verpflichten wollen. Der Schlussmann kehrte nach dem Ablauf seiner Leihe vorerst wieder zu Paris Saint-Germain zurück und stand zuletzt beim Testspiel gegen ​Dynamo Dresden (6:1) im Tor. Ob der 29-Jährige in die Bankenmetropole zurückkehrt, bleibt abzuwarten. Neben einem Verbleib in der französischen Hauptstadt ist offenbar auch ein Wechsel zu einem anderen Klub durchaus denkbar. Der FC Porto und die Roma haben angeblich ihre Fühler nach dem Nationalkeeper ausgestreckt. 


Kommt die Rückkehr von Trapp nicht zustande, setzt Hütter wohl auf Frederik Rönnow, der sich in der letzten Saison mit dem Posten der Nummer zwei zufriedengeben musste. "Für Frederik ist das Ganze nicht gerade einfach, das muss man sagen", wird Hütter von der Bild-Zeitung zitiert. "Aber er gefällt mir trotz allem sehr gut. Und grundsätzlich traue ich jedem, der hier ist, zu, dass er auch für Eintracht spielen kann." Der dänische Torhüter darf sich daher wohl durchaus Hoffnungen auf den Posten der Nummer eins machen. ​Benfica-Schlussmann Odysseas Vlachodimos spielt in den Planungen der Hessen laut Bild-Informationen keine Rolle.