​Beim SV Werder Bremen und Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn haben in der Vergangenheit offenbar zwei Stadion-Ordner gearbeitet, die in Kontakt mit gewaltbereiten Islamisten standen. Das berichtet der WDR.


Bei den zwei Sicherheitskräften handelt es sich laut des Berichts um ein tschetschenisches Brüderpaar, die schon seit ihrem Jugendalter in Verbindung mit Islamisten standen. Beide waren bis vor kurzem noch für eine Paderborner Sicherheitsfirma tätig, die auch für die Stadionsicherheit beim ​SCP und ​Werder Bremen verantwortlich ist.


Die Herforder Initiative 'extrem dagegen' weiß beispielweise von Fotos, auf denen die Familie des Brüderpaars "mit gewaltbereiten Gefährdern" zu sehen ist.


Im Jahr 2015 wurde bereits einer der beiden Brüder zu einer Arreststrafe verurteilt, weil er mit dem damaligen Pariser Attentat auf die Zeitschrift Charlie Hebdo, bei dem 13 Leute ums Leben kamen, sympathisiert hatte.


"Das darf so nicht passieren"


Michael Mertens, stellvertretender Bundesvorsitzender der Polizei-Gewerkschaft, zeigt sich gegen dem WDR fassungslos: "Bei den Erkenntnissen, die jetzt da im Raum stehen, ist auf jeden Fall ein Sicherheitsrisiko erkennbar. Das darf so nicht passieren. Da müssen die Vereine und die DFL auch reagieren in ihrem eigenen Interesse."


Mittlerweile haben der SC Paderborn und Werder Bremen die Polizei informiert, auch der Staatsschutz Bielefeld ist eingeschaltet.