Nach einem starken fünften Platz in der Bundesliga standen beim ​VfL Wolfsburg wieder einmal Änderungen auf dem Programm. Oliver Glasner soll nach dem Vertragsende von Bruno Labbadia die erfolgreiche Arbeit seines Vorgängers fortführen, die ersten Wochen unter dem Österreicher deuten dabei auf eine positive Tendenz hin. Beim jüngsten 2:0-Sieg im Testspiel gegen den niederländischen Vizemeister PSV Eindhoven hinterließ die Mannschaft einen starken Eindruck.


Es ist nicht allzu lange her, da war Glasner noch mit den Auftritten seiner neuen Spieler unzufrieden. Nach dem 2:2-Remis gegen VVV Venlo ärgerte sich der 44-Jährige, der vom Linzer ASK nach Wolfsburg wechselte, besonders über die Leistung in der ersten Halbzeit (via Sportbuzzer): "Man hat gesehen, wenn wir fast körperlos spielen, so wie wie wir das in der ersten Halbzeit gemacht haben, dann müssen wir nicht über die Taktik sprechen, sondern dann müssen wir beim Zweikampfverhalten beginnen – das war in der ersten Halbzeit einfach schlecht."

​Nach dem Seitenwechsel habe seine Mannschaft "zielstrebiger" nach vorn gespielt, "mehr Power" gezeigt - etwas, das der neue Trainer in Zukunft "von der ersten Minute an" sehen will. Gegen die PSV Eindhoven ist das Konzept aufgegangen: Die Wölfe begannen im neuen 3-4-3 Gewand mit John Anthony Brooks, Josuha Guilavogui und Robin Knoche in der Abwehr, Jerome Roussillon und William bildeten die aufgerückten Außenverteidiger. 

Für Tempo sorgte der Angriff um Neuzugang Joao Victor, Wout Weghorst und Felix Klaus. Der VfL war mit dem neuen, aggressiven Pressing von Anfang an präsent, bereitete der Abwehr des PSV Probleme und ging dank Maximilian Arnold bereits nach 25 Minuten in Führung, ehe William kurz vor der Pause erhöhte.


Zwar drehten die von Ex-Bayern Kapitän Mark van Bommel trainierten Niederländer nach dem Seitenwechsel auf, doch die Wölfe bestanden den ersten Härtetest eindrucksvoll. Die Niedersachsen befinden sich in erstaunlicher Frühform, wissen aber, dass noch viel Arbeit auf dem Programm steht, ehe in einem Monat die Bundesliga den Spielbetrieb wieder aufnimmt. Im kommenden Trainingslager, das im österreichischen Schladming abgehalten wird, steht daher der Feinschliff auf dem Programm.