Nur zwei Jahre nach seinem viel diskutierten Wechsel zu Paris St. Germain steht Neymar wieder vor dem Absprung. Der Brasilianer will den Klub aus der französischen Hauptstadt verlassen, als potenzieller Abnehmer wird Ex-Verein FC Barcelona gehandelt. Der italienische Sender Rai Sport veröffentlichte im Zuge dessen eine Meldung, die eher für Lacher als für ernsthaftes Aufsehen sorgt: Angeblich beschäftigen sich auch Juventus Turin und Bayern München mit dem 27-Jährigen.


222 Millionen Euro war der Transfer von Neymar zu PSG schwer. Genau diese Ablösesumme macht einen Abgang durchaus kompliziert, denn: Die in den Medien kolportierten Summen fallen keineswegs geringer aus. So behauptete LeParisien beispielsweise Ende Juni, dass die Verantwortlichen eine Ablösesumme in Höhe von 300 Millionen Euro verlangen sollen.


Addiert man das exorbitante Gehalt des Brasilianers hinzu, wird schnell klar: Es gibt kaum einen Klub, der sich Neymar leisten könnte; Juventus Turin und Bayern München gehören definitiv nicht dazu. Die Alte Dame verpflichtete vor einem Jahr Cristiano Ronaldo für 115 Millionen Euro von Real Madrid, samt der bis zum Vertragsende am 30. Juni 2022 gezahlten Gehälter beläuft sich das Gesamtvolumen laut Gazzetta dello Sport auf 232 Millionen Euro. Zudem investierte der italienische Serienmeister in diesem Sommer bereits 151,5 Millionen Euro in neue Spieler. Der jüngste Neuzugang ist Matthijs de Ligt, der von Ajax Amsterdam verpflichtet wurde. 

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  Neymar darf Paris St. Germain bei einem passenden Angebot verlassen - doch welcher Verein kann sich den exzentrischen Angreifer überhaupt leisten?



Auch der FC Bayern dürfte stark von einem Neymar-Transfer absehen. Die Münchner benötigen zwar händeringend mindestens einen Flügelspieler, legen dabei aber den Fokus auf die verhältnismäßig günstigen Leroy Sané und Ousmane Dembélé, der bei einer Rückkehr Neymars nach Barcelona den Klub im Gegenzug verlassen könnte. Da die Verantwortlichen des FC Bayern im Vergleich mit der internationalen Konkurrenz konservativer mit den finanziellen Mitteln umgehen und wohl kaum eine dreistellige Ablösesumme für einen einzelnen Spieler bereitstellen werden, dürfte man kaum Interesse am charakterlich schwierigen Neymar besitzen.


Somit bleiben lediglich Real Madrid und der FC Barcelona übrig. Die Königlichen können sich den Flügelspieler nach den bisherigen Investitionen von 303 Millionen Euro wohl kaum leisten, sollen laut Marca ohnehin kein Interesse mehr besitzen. Barça, das kürzlich Antoine Griezmann für 120 Millionen Euro von Atlético Madrid verpflichtete, soll derweil auf einen geldlosen Spielertausch hoffen.