Der spanische Innenverteidiger Jorge Mere wird angeblich von Ajax Amsterdam umworben. Dort sucht man nach einem Nachfolger für Matthijs de Ligt, der sich Juventus angeschlossen hat. Es könnte ein lohnenswertes Geschäft für den ​1. FC Köln werden. Auf der anderen Seite verliert man einen Stammspieler.


Der 1. FC Köln hat bislang vier neue Spieler für die kommende Bundesligasaison verpflichtet. Mit Kingsley Schindler von Holstein Kiel hat man einen Rechtsaußen für die Offensive gefunden. Torwart Julian Krahl reiht sich hinter Stammkeeper Timo Horn ein. Kingsley Ehizibue kommt aus Zwolle für die rechte Defensivseite und mit Birger Verstraete hat man bereits einen Kandidaten für das defensive Mittelfeld gefunden. Es sollen noch zwei weitere Spieler kommen. Einer für die Innenverteidigung, ein weiterer Spieler fürs defensive Mittelfeld.


​Während man für die Zentrale mit dem tunesischen Fußballer Ellyes Skhiri bereits einen Kandidaten ins Auge gefasst hat, wartet man in der Abwehr noch auf einen passenden Spieler. Der aktuell beim 1. FC Köln trainierende Kevin Wimmer soll aber kein Kandidat sein, oder nur im absoluten Notfall, wie es heißt. Dagegen könnte ein anderer wichtiger Spieler den Effzeh sehr bald verlassen. Wie inzwischen mehrere Medien übereinstimmend berichten, soll das spanische Abwehrtalent Jorge Mere heiß umworben werden.


Und zwar von niemand geringerem als Ajax Amsterdam. Der Champions-League-Halbfinalist sucht nach einem Nachfolger für den kürzlich gewechselten Matthijs de Ligt. Der 19-Jährige wechselte vor wenigen Wochen für 85 Millionen Euro zu Juventus in die Serie A. Mere hingegen hat sich in Köln nach anfänglichen Schwierigkeiten in der zweiten Liga zum absoluten Stammspieler entwickelt, kürzlich gewann er mit Spanien bei der U21-EM in Italien und San Marino den Titel. Dort hat er in den drei Vorrundenspielen zeigen können, was er drauf hat.

Jesús Vallejo,Jorge Meré

Jorge Mere (r.) kehrt als U21-Europameister vorerst an den Rhein zurück



Den Kölnern kommt dabei entgegen, dass eine mögliche Klausel in Höhe von 30 Millionen Euro für Mere nicht mehr existiert. Demnach kann der Klub also eine für ihn entsprechende Ablöse aufrufen und ist nicht allein von Mere abhängig, sondern kann auch sein eigenes Veto einlegen. Zumal der Effzeh beim Kauf des Talents damals mit dessen Ex-Verein Gijon festgelegt hatte, dass der spanische Klub zehn Prozent des Wiederverkaufswerts erhält, wie der Geissblog schreibt.


Köln muss abwägen: Stammspieler oder Kohle?


Für den Effzeh wird es also ein Abwägen. Einen wichtigen Stammspieler verlieren, dafür aber eine horrende Ablöse kassieren, oder aber auf das Geld verzichten und dafür einen wichtigen Akteur im Kader halten. Daher kommt es vor allem auf den Preis an. Dabei wird man wohl von einer Summe jenseits der 30 Millionen Euro ausgehen können. Für den Aufsteiger eine absolut verlockende Aussicht, denn dann wäre auch eine ganze Menge frisches Geld für Neueinkäufe vorhanden.


Daher dürfte man sich am Geißbockheim wohl langsam auf einen Abgang des 22-jährigen Spaniers vorbereiten. Denn Ajax hat einerseits das Geld, andererseits eine Lücke zu schließen. Und wenn die Spur bereits zu Mere führt, wie die spanische Marca ausführt, dürfte über kurz oder lang ein Wechsel geschehen. Für Achim Beierlorzer und Co. hieße das einen weiteren Umbau in der Defensive vorzunehmen. Und ebenfalls einen neuen Innenverteidiger zu finden. Aber mit der Kohle dürfte einiges machbar werden.