​​Jadon Sancho war zweifelsohne die große Entdeckung der abgelaufenen Bundesliga-Saison und verzückte vor allem in der Hinrunde nicht nur die Fans von ​Borussia Dortmund mit seinen spektakulären Tempodribblings. Auch für die kommende Spielzeit hat sich der Rechtsaußen eine Menge vorgenommen. Seine spielerische Unbekümmertheit will er sich dabei aber bewahren.


Aktuell tingelt der 19-Jährige mit dem BVB-Tross durch die USA und gilt dabei auch in Übersee längst als Liebling der Massen. Dass diese Entwicklung auch Neider und Kritiker anlockt, weiß auch der sechsfache englische Nationalspieler ganz genau und ist sich dessen bewusst, dass es für ihn in den kommenden Monaten gilt, die starken Leistungen aus der Vorsaison zu bestätigen. 

Jadon Sancho

Jadon Sancho will es sich selbst und seinen Kritiker beweisen



Vom kicker wird der Youngster daher mit den Worten zitiert, dass er alles geben werde, um "kein One-Hit-Wonder" zu sein. Keine einfache Aufgabe für den noch immer blutjungen Offensivspieler, schließlich legte er in der letzten Saison Werte auf, die ​kaum mehr zu toppen sind. Allein in der Bundesliga war das Sturm-Juwel an satten 30 Treffern der Schwarz-Gelben direkt beteiligt. Druck verspürt der gebürtige Londoner nach eigener Aussage aber dennoch nicht und will sich vielmehr die Freude am Fußball nicht nehmen lassen.


Jadon Sanchos Leistungsdaten beim BVB

​SaisonEinsätze​Tore​​Vorlagen
​17/18​12​1​4
​18/19​43​13​19

Diese Unbekümmertheit hält Sancho aber keineswegs davon ab, auch in Zukunft das Bestmögliche erreichen zu wollen. Mit Wohlwollen hat er daher den Sinneswandel der BVB-Bosse wahrgenommen, die den Bayern die Meisterschaft erneut streitig machen wollen und dies nun auch öffentlich so kommunizieren. "Die Meisterschaft ist das große Ziel" so Sancho und räumte seinem Team, insofern große Verletzungsprobleme ausbleiben, gute Chancen aus: "Dann bin ich sehr überzeugt, dass wir es erreichen."

Borussia Dortmund v Bayer 04 Leverkusen - Bundesliga

Lucien Favre achtet darauf, dass Jadon Sancho nicht abhebt



Um den Bayern Paroli bieten zu können, müssen die Dortmunder aber an ihre absolute Leistungsgrenze herankommen. ​Coach Lucien Favre blickt dabei mit Argusaugen auf die Form seiner Schützlinge und will auch bei Sancho nichts dem Zufall überlassen. "Jadon muss sich noch entwickeln. Er weiß, was er zu tun hat. Er muss jeden Tag besser werden wollen und Fortschritte erzielen", so der 61-jährige Fußballlehrer gegenüber der Fachzeitschrift.


Nicht nur Favre hofft darauf, dass die Formkurve des Flügelflitzers weiter so konstant nach oben zeigen wird. Auch Kaderplaner Michael Zorc wird jeden Schritt seines begehrten Schützlings genau beobachten, hatten die Borussen in diesem Sommer doch gleich mehrere äußerst lukrative Angebote für den Angreifer abgelehnt und somit auf satte Transfererlöse verzichtet.