Der ​BVB konnte seine Offensive in diesem Transfersommer bereits mit Julian Brandt und Thorgan Hazard prominent verstärken. Dennoch machten zuletzt gleich mehrere Namen rund um den Signal Iduna Park die Runde. Während ein Interesse an ​Mario Mandzukic ein für alle Mal dementiert wurde, sind sich die Sportberichterstatter noch uneins, inwiefern dessen aktueller Teamkollege ​Moise Kean zum Thema werden könnte.


Aktuell haben die Dortmunder mit Paco Alcacer nur einen gelernten Mittelstürmer in ihren Reihen. Kein Wunder also, dass den Borussen zuletzt häufig von außen ​die Verpflichtung eines echten Sturmtanks nahegelegt wurde. Bei Mandzukic handelt es sich um eben einen solchen Stürmer klassischer Prägung, der im Gegensatz zu den bisherigen BVB-Angreifern zudem auch in der Luft eine echte Waffe ist. 


Bei seinem aktuellen Verein ​Juventus Turin sitzt der kroatische Nationalspieler trotz dieser Qualitäten angeblich nicht mehr fest im Sattel und wurde daher zuletzt auch mit dem FC Bayern München in Verbindung gebracht.

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Ein Spielertyp wie Mario Mandzukic ist beim BVB offenbar nicht gefragt



Nachdem die Kaderplaner des deutschen Rekordmeisters ihren Daumen bereits gesenkt hatten, machten nun auch die BVB-Bosse ein für allemal klar, dass an den Mandzukic-Gerüchten nichts dran ist. So berichten sowohl die WAZ als auch der kicker darüber, dass der 33-Jährige bereits seit Monaten in den Überlegungen der Schwarz-Gelben überhaupt keine Rolle mehr spielt. Vielmehr zeigten sich Manager Michael Zorc und seine Mitarbeiter regelrecht überrascht darüber, dass diese Personalie immer wieder hochkocht.


Was läuft zwischen dem BVB und Kean?


Deutlich undurchsichtiger wird die Angelegenheit hingegen bei Moise Kean. Auch der italienische Mittelstürmer steht aktuell bei der Alten Dame unter Vertrag. Im Gegensatz zu dem routinierten Ex-Münchner hat der erst 19-Jährige aber seine komplette Karriere noch vor sich und gilt als eines der größten Offensivtalente seines Landes. Klingt schon eher nach dem Anforderungsprofil von BVB-Coach Lucien Favre. Darüberhinaus ist der flinke Youngster deutlich variabler einsetzbar und könnte im System des Schweizers gleich mehrere Rollen bekleiden.

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Für Juve kam Moise Kean in der Vorsaison auf 17 Pflichtspieleinsätze



Wie die WAZ in Erfahrung gebracht haben will, sollen die Dortmunder dennoch mittlerweile von einem Transfer Abstand genommen haben. Dabei widerspricht die Zeitung Auszügen der Gazzetta dello Sport, die erst unlängst von einem tatsächlichen Interesse an dem Sturmjuwel berichtet hatten. Nochmals deutlich glaubhafter wurde diese Einschätzung nun durch einen Bericht des kicker, der ebenfalls davon ausgeht, dass Kean beim BVB noch im Rennen ist. 


Auch Mario Götze dürfte diese Entwicklungen genau im Blick behalten, macht sich der Weltmeister von 2014 doch derzeit noch berechtigte Hoffnungen auf eine wichtige Rolle in der Favre-Elf. Nach einer starken Rückrunde hat der 27-Jährige schließlich aktuell durchaus Chancen, Alcacer dauerhaft aus der Startelf zu verdrängen. Unterm Strich bleibt also festzuhalten, dass die Kaderplaner der Dortmunder längst nicht auf jeden Hype-Train aufspringen müssen und vielmehr gut daran tun, jede mögliche Kaderergänzung gut abzuwägen.