​Wie geht es weiter mit Neymar? Diese Fragen stellen sich nicht nur tausende Fans, sondern auch einige Vereins-Bosse der größten Klubs Europas. Wie sein Trainer Thomas Tuchel nun bestätigt, will der Brasilianer Paris Saint-Germain gerne verlassen, das sorgt nun schon seit Wochen für Furore. Ein Abnehmer scheint sich mit dem ​FC Barcelona schon gefunden zu haben, ein Mega-Tausch ist dabei denkbar.


Mit einem kleinen Protest machte der Super-Star seine Ambitionen ein weiteres Mal deutlich. Bis zuletzt erschien der 27-Jährige nicht zum Training, erst am Montag tauchte er wieder bei der Mannschaft auf. Sein Trainer Thomas Tuchel weiß nun schon länger von Neymars Plänen und bestätigt seinen Wechselwunsch. "Ich habe vor der Copa America erfahren, dass er gehen will. Es ist klar zwischen uns, jetzt ist es eine Sache zwischen dem Klub und ihm", so der Paris-Trainer bei Sky.


Zu den nächsten Tagen rund um Neymar machte Tuchel dagegen keine konkreten Aussagen, anscheinend hat der 45-Jährige bereits mit dem Profi abgeschlossen: "Es gab gestern kein Gespräch mit ihm. Er machte gestern und heute die Tests, die alle Spieler machen, die zurückkommen. Danach werden wir wie bei allen anderen Spielern auch weiterschauen. Was einen Wechsel angeht, bin ich der falsche Ansprechpartner."


Der Vereinsführung gefällt das Gehabe von Neymar allerdings ganz und gar nicht, wie die spanische El Pais berichtet, soll Klubpräsident Nasser Al-Khelaifi mit der Verbannung auf die Tribüne gedroht haben. Die Drohungen nahm Neymars Vater und gleichzeitiger Berater sehr gelassen auf. Dieser führte nämlich an, dass es für seine Mitspieler kein gutes Zeichen wäre, wenn der Top-Verdiener des Klubs sein Gehalt teilnahmslos auf der Tribüne verdienen würde.

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Droht Neymar im schlimmsten Fall ein Tribünen-Platz?



Trotzdem steht ein Wechsel kur bevor, denn Präsident Al-Khelaifi scheint auf die Forderungen von Neymar letztlich eingehen zu müssen. Der Skandal um den Brasilianer würde bekanntlich ein schlechtes Licht auf die katarische Firma Qatar Sports Investment werfen, an der Al-Khelaifi ebenfalls beteiligt ist. Mit dem Versprechen, Neymar für einen hohen Preis zu verkaufen, lockte er den Star zurück zum Training und ist nun für Verhandlungen bereit.


Kommt es zum Mega-Tausch?


Wohin die Reise für Neymar geht, ist allerdings noch nicht wirklich bekannt. Wie die Sportbild nun berichtet, drückte Paris die einstigen Ablöse-Vorstellungen aber gewaltig.​ Von den zunächst geforderten 222 Millionen, für die man den Profi auch vor zwei Jahren verpflichtete, seien nur noch 150 Millionen Euro übrig geblieben. Ein Verein, der diese Summe vorweisen würde, könnte sich seine Dienste also sichern.


Allen voran der ​FC Barcelona wird seit Wochen mit Neymar in Verbindung gebracht. Es könnte also zu einer Rückholaktion kommen, an der beide Parteien interessiert sind. Neben der hohen Ablöse ist aber auch ein Millionen-Tausch denkbar. Barcelona wäre bereit, die enttäuschenden Ousmane Dembélé und Philippe Coutinho zu Paris zu schicken und gleichzeitig Neymar für die Superstars einzutauschen. So oder so könnte auf Europa bald ein Wechsel-Wahnsinn zukommen.