Während ​Eintracht Frankfurt bereits in der nächsten Woche in die Europa-League-Qualifikation starten muss, läuft die Kaderzusammenstellung noch auf Hochtouren. Sportvorstand Fredi Bobic hat noch alle Hände voll zu tun, vor allem angesichts der geplanten Verpflichtungen von Kevin Trapp, Martin Hinteregger und Sebastian Rode - Ante Rebic würde gerne gehen, doch noch gibt es nichts Konkretes.


​Nach einer Woche im Trainingslager kehrten die Frankfurter mit gemischten Gefühlen zurück auf das eigene Gelände. Zwar ist man dem Pflichtspielauftakt näher gekommen, taktische Vorstellungen von Trainer Adi Hütter nehmen weiter Formen an. Allerdings konnte man sich durch die Testspielpleite gegen Young Boys Bern (1:5), einem eher mageren 3:1 gegen Luzern, der Verletzung von Neuzugang Djibril Sow und keinen Fortschritten in Sachen geplanter Neuzugänge keine komplett positive und euphorische Stimmung schaffen. 


Ein wichtiger Aspekt ist die Kaderzusammenstellung, an der es noch hakt. Dass man mit Martin Hinteregger, Sebastian Rode und Kevin Trapp gerne wichtige Spieler der letzten Saison fest verpflichten möchte, ist das klare Ziel. Auch die Spieler selbst würden gerne weiterhin den Adler auf der Brust tragen - doch so einfach ist es nicht, die Transfers ziehen sich. Ungünstig, da doch die Vorbereitung gefühlt schon fast vorbei ist. 

Fredi Bobic

Fredi Bobic muss versuchen, möglichst schnell das Team fertig zusammenzustellen



Wie die Sportbild berichtet, wird man Trapp erst holen können, wenn sich sein Arbeitgeber Paris Saint-German einen Ersatzkeeper geholt hat, vorher wird es wohl keine Freigabe geben. Bei Rode soll noch das Knie beobachtet werden: Hält es, und der Einstieg ins Training bei Borussia Dortmund läuft ohne weitere Komplikationen ab, wird man auch hier den entscheidenden Schritt auf den BVB zugehen. Der dürfte ohnehin kein Interesse an langwierigen Verhandlungen für den zentralen Mittelfeldspieler haben. 


Bei Hinteregger jedoch gestaltet sich die Situation deutlich komplizierter. Der FC Augsburg will ihn nicht einfach so ziehen lassen, Manager Stefan Reuter zeigt sich als harter Typ im Verhandlungspoker. Angeblich fordert man bis zu 15 Millionen Euro Ablöse. Da auch der Spieler selbst unbedingt wechseln möchte und durch negative Äußerungen gegen Ex-Coach Manuel Baum beim FCA in Ungnade gefallen ist, wird mit einer Einigung gerechnet. Man wird sich gegenseitig leicht annähern und dann - früher oder später - den Deal festmachen. 


Auch Rebic will die Eintracht verlassen


Je länger diese Hängepartien noch andauern, desto schlechter ist das für Frankfurt. Hütter bräuchte schnell eine fertige Truppe, mit der er den Rest der verbliebenen Zeit bis Bundesliga- und DFB-Pokal-Start noch arbeiten kann. Es gilt, die Abgänge von Luka Jovic und ​Sébastien Haller aufzuarbeiten. 


Der dritte der einstigen Büffelherde, Ante Rebic, spielt weiterhin mit Wechselgedanken. Über die letzten Wochen war Atlético Madrid immer mal wieder im Gespräch, doch laut Sportbild habe es bislang kein ernstes Angebot gegeben. Möglich, dass sich diesen Sommer also alle drei Spieler des in der letzten Saison so erfolgreichen Offensiv-Trios verabschieden.