​Die Ära von Abdou Diallo in Schwarz-Gelb endet, bevor sie so richtig beginnen konnte: Nach einer Saison macht der französische Verteidiger den ​Abflug in die Heimat zu Serienmeister PSG. Zum einen ist dieser Wechsel an der großen Auswahl in der Verteidigung in Dortmund begründet, zum anderen dürfte Paris für Diallo einen besonderen Reiz haben.


Die Zahlen sind noch nicht offiziell bestätigt, aber die durch die Medien geisternde Ablöse von 32 Millionen Euro werden auch vom kicker bestätigt. Demnach bekommt der ​BVB sogar noch einen möglichen Zuschlag. Ein Bonus von zwei Millionen Euro sei an eine relativ einfach zu erreichende Anzahl von Einsätzen gekoppelt, schreibt das Fachmagazin.


In Paris unterschreibt der 23-Jährige einen Vertrag bis 2024 und erhält die Rückennummer 22.


Ein Transfer der Sinn macht - für alle Seiten


"Das hat sich so ergeben. Abdou hat für sich entschieden, dass er eine andere Herausforderung annehmen möchte, und für uns hat es wirtschaftlich gepasst. Deshalb haben wir dem Wechsel zugestimmt", erklärte Michael Zorc nach der Ankunft in den USA noch recht lapidar.


Aus BVB-Sicht wird aber schnell klar: Man hat einen jungen Innenverteidiger, mit viel Potenzial, der auch hinten links spielen kann, verloren - allerdings hat dieser in seinem Debütjahr nicht immer überzeugen können, Ersatz ist sowohl links als auch zentral reichlich vorhanden und Diallo war wohl eher als Nummer drei in der Innenverteidigung eingeplant. Zusammen mit einem möglichen Transferplus von sechs Millionen Euro (Diallo kam für 28 Mio. € aus Mainz) klingt das nach einem ​guten bis sehr guten Deal. Diallo wäre nach einer Saison als Reservist womöglich deutlich günstiger gegangen.


Aus Spielersicht macht der Wechsel ebenfalls Sinn. Die Konkurrenz ist logischerweise auch bei Paris groß. Dennoch hat Trainer Thomas Tuchel nach einem weiteren Innenverteidiger Ausschau gehalten. Vor allem auch, weil der deutsche Übungsleiter gerne in einer Dreierkette verteidigen lässt. Die ist Diallo aus Mainzer Tagen gewohnt und als Spieler, der sowohl innen als auch außen verteidigen kann ist der junge Franzose prädestiniert für die Aufgabe links in der Dreierkette.


Es winken also mehr Einsätze in einem Team, das die höchsten Ansprüche verfolgt. Kein Wunder also, dass Diallo Paris als "äußerst attraktiv" und als "weiteren wichtigen Schritt in meiner Karriere" bezeichnet. 16 Mal lief er bislang für die U21 Frankreichs auf - bei PSG dürfte er nun noch mehr im Fokus stehen und darauf hoffen, bald auch für die große Equipe Tricolore infrage zu kommen.


Am Ende bleibt ein Deal mit dem alle drei Parteien zufrieden sein dürften!