In Sachen Transfers hat ​Schalke 04 schon häufiger ein eher unglückliches Händchen bewiesen. Viele Großverdiener, die keine Leistung brachten, hochgeblobte Spieler, die nicht an vorherige Leistungen anknüpfen konnten. Passend zur Sommerpause: Die größten S04-Flopsdes Sommer-Transferfensters.


Franco Di Santo

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Als Franco Di Santo im Sommer 2015 von ​Werder Bremen zu Schalke wechselte, versprach man sich sehr viel vom Argentinier. Immerhin hatte er für Bremen in zwei Spielzeiten 49 Bundesligaspiele absolviert, in denen 17 Tore und sechs Assists beisteuern können. Damals sollte er für sechs Millionen Euro die Offensive für den neuen Trainer André Breitenreiter beleben. 

In seinen vier Spielzeiten auf Schalke erzielte er dann in stolzen 71 Spielen nur noch fünf Tore, während er immer weiter den Ruf als Chancentod bekam. Unter S04-Fans gab es zwischenzeitlich sogar den Spruch "Saufen bis Di Santo trifft" - die Getränkeverkäufe im Stadion wird es gefreut haben. Seit Januar spielte er für ein halbes Jahr bei Rayo Vallecano und ist zurzeit vereinslos.

Orlando Engelaar

Orlando Engelaar
Orlando Engelaar wechselte nach einer guten EM 2008 für rund 5,5 Millionen Euro von Twente Enschede zu S04. Der defensive Mittelfeldspieler kam in seiner ersten Saison in der Bundesliga zwar auf 25 Einsätze (davon 18x Startelf), doch konnte er unter Coach und Landsmann Fred Rutten nie richtig überzeugen. 

Durch eher behäbiges und unsicheres Spiel fiel er ebenso auf, wie durch seine zwei (Gelb-)Rot-Sperren. Nach nur einer Saison wechselte er zurück in die Niederlande. Für Schalke schon nach nur einem Jahr ein Minusgeschäft, das man sich hätte sparen können. 

Felipe Santana

Felipe Santana
Der Brasilianer Felipe Santana darf sich in die Reihe der Spieler einfügen, die zwischen den Erzrivalen ​Borussia Dortmund und Schalke gewechselt sind. Das ist dann eigentlich auch schon der einzige Aspekt, der an seine S04-Zeit erinnert. Santana wechselte im Sommer für 2013 für eine Million Euro zum Reviernachbarn. Anstatt die Defensive zu stabilisieren, passierte jedoch das Gegenteil. 

Santana fiel sehr häufig durch grobe Fehler auf, die oftmals zu direkten Gegentoren führten. Manch einer hielt den Wechsel damals für einen "Inside-Job" des BVB. Eineinhalb Jahre später erfolgte die Trennung per Leihe in Richtung Griechenland, zu Olympiakos Piräus. Danach der ablösefreie Wechsel Krasnodar. Auch hier ein erneutes Minusgeschäft.

Sidney Sam

Als Sidney Sam im Sommer 2014 von ​Bayer Leverkusen zu Schalke wechselte, legte man auch in ihn große Hoffnungen. Damals galt er als vielversprechender Spieler, war sogar Teil der deutschen Nationalelf. Der damals 26-Jährige konnte für 2,5 Millionen Euro (bei zehn Millionen Markwert) verpflichtet werden, doch wurde schnell zum Problem. Aufgrund von vielen Verletzungen und muskulären Problemen und dazu noch fragwürdigem Verhalten sank er sehr schnell in der Gunst des Teams und der Fans. 

In zwei Saisons kam er auf insgesamt 13 Bundesligaeinsätze. Im Mai 2015, also nichtmal ein Jahr nach seiner Verpflichtung, wurde er neben Kevin-Prince Boateng freigestellt. Man bräuchte Spieler, die komplett mitziehen und sich in den Dienst der Mannschaft stellen, beklagte Manager Horst Heldt damals. Nach einer einjährigen Leihe zu ​Darmstadt 98 wechselte er erst im Sommer 2017 ablösefrei zum ​VfL Bochum. Den damaligen S04-Vertrag saß er gemütlich aus.