Nach einem wochenlangen und beispiellosen Transfergerangel um den französischen Superstar Antoine Griezmann ist der Stürmer nun endlich beim ​FC Barcelona angekommen. Doch wo wird der Angreifer in Zukunft aufgeboten? Es gibt mehrere Szenarien, die sich für den FC Barcelona anbieten.


120 Millionen Euro, der sechsthöchste Transfer der Geschichte – ​Antoine Griezmann ist zum FC Barcelona gewechselt. Mit ordentlich Nebengetöse ist der Deal nach einem wochenlangen Tauziehen inklusive Streik endlich über die Bühne gegangen. Doch es gibt auch weiterhin viele unzufriedene Gesichter. So sollen längst nicht alle Spieler vom FC Barcelona begeistert über den Wechsel sein. Auch die Anhänger der Katalanen schauen eher skeptisch auf den Wechsel, was mit einem Interview von Griezmann aus dem letzten Sommer zu tun hat. Dort sagte er seinem neuen Arbeitgeber noch ab.


Doch nicht nur das Zwischenmenschliche birgt noch einige Probleme. Auch das System hat nun ein absolutes Überangebot an Topspielern. Neben Griezmann stehen noch Lionel Messi, Luis Suarez und Ousmane Dembele im Kader. Dass gleich alle vier Spieler aber auf dem Platz stehen werden, gilt als unwahrscheinlich. Nicht zu vergessen Philippe Coutinho und Malcom. Daher wird es eine Systemfrage für Barca-Coach Ernesto Valverde.


Kommt das 4-4-2?


Denkbar wären zwei Formationen bei den Katalanen. Zum einen ein 4-4-2. Dort würde man mit einer Raute agieren, in der Messi den klassischen Zehner gibt. In der Spitze teilen sich dann Luis Suarez und Antoine Griezmann den Arbeitsplatz, für Dembele wäre zwar außen noch ein Platz frei, doch bei dessen Abwehrarbeit ist es schwer vorstellbar, dass er diesen Platz auch wirklich bekommt, wenn nur ein Abwehrspieler hinter ihm absichert. Sergio Busquets würde in diesem Fall das Mittelfeld defensiv absichern, mit Ivan Rakitic und Arthur hätte Messi auf den Halbpositionen noch zwei Wasserträger, die ihm den Rücken freihalten.


...oder bleibt das 4-3-3?


Die zweite Variante wäre ein 4-3-3, in dem Griezmann über die Außen kommt. Auch in diesem Fall müsste Dembele wohl weichen, weil Messi erneut vorne gesetzt sein dürfte, ebenso wie Suarez. Erneut würden in einem Dreiermittelfeld Rakitic, Arthur und dahinter Busquets absichern. Coutinho, Dembele und Co. würden erneut in die Röhre gucken.


4-1-4-1 als Option für Barça


Ein weiteres Gedankenspiel wäre ein 4-1-4-1. Dort könnte Suarez als alleinige vorderste Spitze agieren, während Messi und Griezmann dahinter agieren. Damit wäre auf den Außen sogar noch Platz für Dembele oder Coutinho. Allerdings würde man sich so auch seiner Stärken eines massiven Zentrums berauben und gleich mehrere Spieler auf die Bank schicken, die sonst für die Statik des Spiels unerlässlich waren. Wie etwa Ivan Rakitic.


4-2-3-1 ist unwahrscheinlich


Als weitere Lösungsmöglichkeit könnte auch ein 4-2-3-1 herhalten. Hier wäre Suarez vorne ebenfalls als Alleinunterhalter gefragt, während Griezmann direkt dahinter als hängende Spitze fungiert. Dann müsste Messi allerdings auf eine Außenposition geschoben werden - immerhin wäre aber so wieder der Weg für Dembele frei.


Man kann es daher drehen und wenden wie man möchte. Ob der FC Barcelona sich mit diesem Transfer zwangsläufig verbessert hat, oder doch eher ein Ei ins eigene Nest gelegt hat, steht so noch nicht wirklich fest. Konfliktpotenzial aber bietet dieser Wechsel ungemein. Es wird die Aufgabe von Valverde sein, dieses Puzzle zu lösen. Tauschen möchte man mit dem Trainer nicht unbedingt.