Im Mai erlitt die Torwartlegende Iker Casillas einen Herzinfarkt. Zum Trainingsauftakt stand der ehemalige Keeper von Real Madrid dann bei seinem Arbeitgeber FC Porto wieder auf der Matte, nun aber scheint man eine neue Beschäftigung für den Schlussmann gefunden zu haben. Er soll in Zukunft Teil des Führungspersonal bei den Portugiesen sein.


Es war eine schreckliche Nachricht, als die Fußballwelt im Mai vom Herzinfarkt der spanischen Torwartlegende erfuhr. Iker Casillas aber hat den Infarkt gut weggesteckt und sich auch schnell von der Herzattacke rehabilitiert. So schnell, dass er sogar zum Trainingsauftakt zu Anfang dieses Monats mit den Teamkollegen auf dem Platz stand. Inzwischen aber hat wohl ein Umdenken bei den Verantwortlichen des FC Porto eingesetzt, denn man hat für "San Iker" nun erst mal eine andere Beschäftigung im Klub gefunden. Wohl auch, um einen Rückfall oder eine weitere Herzattacke zu vermeiden.

So soll der 38-Jährige in Zukunft fürs Erste ein Teil des Führungspersonals der Mannschaft sein. Somit habe er Zeit, sich "von seinem Gesundheitsproblem zu erholen", wie es der Verein charmant umschreibt. Dort soll Casillas zunächst als Bindeglied zwischen Spieler, Trainer und Manager fungieren. Eventuell wird sich der Bereich für den Schlussmann auch noch erweitern, wo er Kompetenzen bekommen soll.

Casillas selbst sagte gegenüber Medienvertreten zu dem Thema: "Ich werde versuchen, die Verbindung zwischen der Mannschaft und dem Verein herzustellen. Der Manager hat in der vergangenen Saison mit mir gesprochen, als sich meine Situation ereignete, und er hat mir gesagt, dass ich bei ihnen bleiben soll, in der Nähe der Spieler, in der Nähe der jüngeren Spieler, weil es viele Veränderungen geben würde. Ich werde versuchen, mein Bestes zu geben, um meinen Teamkollegen zu helfen."


Während Casillas nun also mit einem eingesetzten Stent weiter an seiner Rehabilitation arbeiten soll, wird die Situation für ​Eintracht Frankfurt etwas prekärer im Kampf um Kevin Trapp. Denn nun braucht der FC Porto in jedem Fall einen neuen Keeper, was den Wechsel des Torhüters zu den Hessen weiter erschweren könnte. Seit Wochen schon bemüht sich die Eintracht um eine Rückkehr von Kevin Trapp und verhandelt mindestens ebenso lange schon mit dessen Klub Paris Saint-Germain.


​V​or einigen Tagen aber stieg auch der FC Porto mit in den Poker ein und wird nun gezwungen sein, die Bemühungen zu erhöhen. Denn mit Casillas fällt eine wichtige Stütze fürs Erste weg, auch wenn eine Rückkehr auf den Platz zunächst nicht ausgeschlossen wurde. Für Kevin Trapp wiederum erhöht dies die Chancen auf einen gut dotierten Vertrag, weshalb die Eintracht am Ende in die Röhre gucken könnte