​​Borussia Dortmund und Abdou Diallo gehen nach einer seiner Saison voraussichtlich wieder getrennte Wege. Medienberichten zufolge steht der Innenverteidiger ​unmittelbar vor einem Wechsel zu Paris Saint-Germain. Der Verkauf des 23-Jährigen wäre für die Schwarz-Gelben aus mehreren Gründen ein Glücksfall.


Nach der Rückkehr von ​Mats Hummels zum BVB wurden schnell Gerüchte laut, wonach Diallo einen Abschied in Erwägung zieht. Der Ex-Mainzer liebäugelte in der Folgezeit öffentlich mit einem Wechsel zu PSG. Laut Informationen der französischen Sportzeitung L’Équipe weilt der Innenverteidiger bereits zum Medizincheck in Paris. Der Transfer dürfte damit zeitnah über die Bühne gehen. 


Mit dem Verkauf von Diallo würde der Vizemeister nicht nur das Überangebot an Innenverteidigern (aktuell sechs Spieler) reduzieren, sondern womöglich auch Dan-Axel Zagadou und Julian Weigl, der in der Rückrunde einige Male im Abwehrzentrum ausgeholfen hatte, zum Bleiben bewegen. Auch das argentinische Abwehrtalent Leonardo Balerdi, welches im Januar für stolze 15,5 Millionen Euro Ablöse von den Boca Juniors verpflichtet wurde, hätte bei einem Diallo-Abschied bessere Chancen auf Einsatzzeiten, zumal mit ​Ömer Toprak ein weiterer Innenverteidiger verkauft werden soll. 

Abdou Diallo

Beschert dem BVB wohl einen kleinen Gewinn: Abdou Diallo


Aus finanzieller Sicht ist der Zeitpunkt der Trennung ebenfalls optimal. Nach einer Saison, in welcher der Franzose nicht immer zu überzeugen wusste, winkt dem BVB noch ein kleiner Gewinn. Diallo wurde im vergangenen Sommer für 28 Millionen Euro Ablöse vom ​​1. FSV Mainz 05 verpflichtet und kassierte angeblich ein Jahresgehalt von rund 2,5 Millionen Euro. 


Der Verkauf an PSG soll den Schwarz-Gelben inklusive Bonuszahlungen rund 34 Millionen Euro einbringen. Im Sommer 2020 wäre diese Summe wohl nicht mehr zu erzielen gewesen, da der 23-Jährige in der kommenden Saison voraussichtlich keinen Stammplatz mehr innegehabt hätte und deutlich seltener zum Zug gekommen wäre. Mit dem Verkauf nach Frankreich verstärkt der BVB zudem nicht die nationale Konkurrenz.