​Der ​VfB Stuttgart steht ohne Präsidenten dar: Wolfgang Dietrich hat am Montagvormittag sein Amt niedergelegt. Das teilte der 70-Jährige über seine Facebook-Seite mit. Auslöser waren die ​Ereignisse der Mitgliederversammlung am Tag zuvor.


Dietrich wollte sich am Sonntag der Wahl stellen - das Problem: Sie kam nicht zustande. Denn die Abstimmung sollte per Smartphone durchgeführt werden, das W-Lan fiel aus und so musste die Wahl abgeblasen werden. Ein ziemlich peinlicher Fauxpas, den sich der VfB da leistete.


Der höchst umstrittene Präsident zog deshalb die Konsequenzen und räumte seinen Stuhl. Nicht allein wegen der Internetpanne, sondern vor allem auch, weil er sich den Anfeindungen und Schmähungen seiner Gegner ausgesetzt sah, wie er in seinem Facebook-Statement schrieb.


"Allein ich werde nicht Teil dieser Aufklärung sein. Denn ich hätte auch den Grad an Feindseligkeit und Häme, wie am gestrigen Tag erlebt, nicht für möglich gehalten. Ich kann und will nicht mehr verantwortlich für alles gemacht werden, was beim VfB Stuttgart berechtigt oder unberechtigt nicht gut funktioniert", heißt es in der Stellungnahme.


Und weiter: "Nichtsdestotrotz habe ich mich dazu entschlossen, heute mit sofortiger Wirkung vom Amt des Präsidenten des VfB Stuttgart 1893 e.V., sowie vom Vorsitz des Aufsichtsrats der VfB Stuttgart 1893 AG zurückzutreten.

Ich lasse mir meine Würde und Ehre nicht von denjenigen nehmen, die ihre Macht lautstark und mit verbaler Gewalt demonstrieren. Ebenso wenig wie von denen, die sich schon seit langem an den gut gefüllten Töpfen unseres Vereins bedienen wollen."


Mittlerweile wurde Dietrichs Rücktritt auch offiziell vom Klub bestätigt.


Das komplette Statement:

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