Der ​BVB hat den lockeren Aufgalopp beim ersten Testspiel der Saisonvorbereitung souverän über die Bühne gebracht. Beim Kreisligisten FC Schweinberg konnten sich neben Rückkehrer Mats Hummels vor allem Mateu Morey und Tobias Raschl zeigen.


Nach anfänglichen Schwierigkeiten hat der BVB den ersten Test der Saisonvorbereitung beim FC Schweinberg standesgemäß mit 10:0 gewonnen. Die Elf von Lucien Favre spielte - das muss man in der Form anerkennen - beim PR-Kick mit angezogener Handbremse. Zeigen konnten sich ​neben Rückkehrer Mats Hummels aber vor allem Neuzugang Mateu Morey und der hochgezogene Nachwuchsspieler Tobias Raschl. 

Morey, den der BVB aus der Akademie des FC Barcelona verpflichtete, kam (für ihn ungewohnt) auf der linken Abwehrseite zum Einsatz. Gegen den Kreisligisten konnte der 19-Jährige seine Defensiv-Aufgaben zwar vernachlässigen, bewies aber trotzdem eine exzellente Positionsarbeit - auch in der Rückwärtsbewegung. Auffallen konnte der Spanier aber natürlich mit vielen Offensiv-Läufen, die gut getimt häufig zu gefährlichen BVB-Angriffen führten. 


Ebenfalls auffällig: Morey, der sich selbstverständlich zeigen wollte, ließ den Ball gut laufen und wählte häufig den Pass, statt eines Solos - keine Selbstverständlichkeit bei jungen Spielern, die sich aufdrängen wollen. Seinen bockstarken ersten Auftritt krönte der Youngster dann auch noch mit seinem ersten Tor im BVB-Dress. Mateu Morey zeigt von Anfang an, dass beim BVB mit ihm zu rechnen ist - auch, wenn es "nur" gegen einen Kreisligisten ging.


Gleiches gilt für Tobias Raschl. Der hochgezogene Mittelfeldspieler aus der Dortmunder U19 war Dreh-und Angelpunkt im Spiel des BVB und war - vor allem im ersten Durchgang - der auffälligste Spieler auf dem Platz. Agil, passsicher und intelligent trat Raschl auf. Der 19-Jährige war sowohl als Spielmacher auf der Sechs, als auch mit gefährlichen Läufen in die Tiefe überall auf dem Platz zu finden. Zwei Tore standen für den flinken Mittelfeldmotor nach 90 Minuten auf der Anzeigetafel.

Tobias Raschl

Wusste im ersten Test der Saisonvorbereitung zu überzeugen: BVB-Talent Tobias Raschl



Raschl durchlief seit der U16 alle Nachwuchsmannschaften beim BVB. In der abgelaufenen Saison standen für den U19-Akteur wettbewerbsübergreifend 30 Spiele, sechs Tore und drei Vorlagen auf dem Papier. Im Interview mit der WA betonte Raschl noch im letzten Monat, dass er sich beim BVB, bei dem er einen Profivertrag bis 2022 unterschrieb, durchsetzen will: "Es gibt viele Möglichkeiten, um als junger Spieler den nächsten Schritt machen zu können. Aber die Bedingungen bei Borussia Dortmund sind schon hervorragend und ich will es hier auch angehen. Deswegen will ich mich hier durchsetzen. Auch, wenn es sehr schwer wird. Ich glaube aber, es gibt keine bessere Adresse als den BVB! Gerade junge Spieler sind, glaube ich, hier gut aufgehoben, um den nächsten Schritt zu machen."