Aufgrund seiner erfolgreichen Arbeit in der Scouting-Abteilung und später als Sportdirektor von Bayer Leverkusen gehörte Jonas Boldt in den vergangenen Monaten zu den gefragtesten Männern auf dem Markt. Der 37-Jährige entschied sich für ein Engagement beim Hamburger SV und gab dem ​FC Bayern vor vielen Jahren einen Korb, wie er im Interview mit der Hamburger Morgenpost erzählt.


Im Jahr 2005 studierte Boldt BWL mit Schwerpunkt Sportmanagement und begann im Rahmen seines Studiums ein zweimonatiges Praktikum beim Rekordmeister. "​Kurioserweise bin ich direkt an meinem ersten Praktikantentag Deutscher Meister geworden", erinnert sich Boldt an den 4:0-Sieg der Münchner beim 1. FC Kaiserslautern am 30. Spieltag der Saison 2004/05 zurück.

​Aufgrund des vorzeitigen Titels habe er zunächst Präsente vorbereiten müssen, ehe er auf den früheren Chefscout Wolfgang Dremmler traf. "
Für ihn sollte ich zunächst alle Confed-Cup-Spiele auf Videokassetten aufnehmen. Ich habe ihm dann vorgeschlagen, ob es nicht cleverer wäre, die Spiele auf DVD oder Festplatte zu speichern", so Boldt, der seinen Arbeitgeber während des Praktikums zu überzeugen wusste.

Jonas Boldt

     Jonas Boldt hätte seine Karriere bei den Münchner Bayern beginnen können, entschied sich jedoch für ein Engagement bei Bayer Leverkusen



Allerdings schlug er ein Angebot der Münchner für eine Weiterbeschäftigung aus gutem Grund aus: "Nach zwei Monaten haben die Bayern tatsächlich gefragt, ob ich nicht länger bleiben könnte. Konnte ich aber nicht, weil ich bei Leverkusen im Anschluss schon im Wort stand. Aber ich konnte dann immerhin sagen, dass ich schon mal bei den Bayern im Scouting reinschnuppern durfte. Das hat Eindruck gemacht."

​Für die Leverkusener war er von 2007 bis Mai 2019 als Scout, Leiter der Scouting-Abteilung und später als Manager sowie Sportdirektor tätig. Mittlerweile operiert er als Sportvorstand beim HSV, den er gemeinsam mit Trainer Dieter Hecking so schnell wie möglich zurück in die Bundesliga führen soll.