​Die Meldung kam damals ein wenig überraschend, als der begehrte Trainer Dieter Hecking statt einer Anstellung bei einem Bundesligaklub in die zweite Liga zum ​HSV ging. In Hamburg soll der Trainer mit seiner Erfahrung und Routine den Verein wieder in die Bundesliga hieven. Gegenüber der Zeitung Die Welt erklärt Hecking nun erstmals seine Beweggründe, die ihn zum HSV führten und seine Ziele mit dem Team.


In Hamburg möchte sich der 54-Jährige Trainer neu entfalten. Ihn habe die neue Aufgabe und das neue Umfeld gereizt. "Ich wollte das machen, wo ich einen unglaublichen Reiz drin sehe, wo ich etwas bewegen und gute Arbeit leisten kann", so Hecking. Für ein Engagement in Liga Eins fehlte es ihn an Motivation. Hecking will den Sprung ins kalte Wasser: "Irgendwann fühlte es sich normal an, nach München, Dortmund oder Bremen zu fahren. Das Kribbeln war nicht mehr so intensiv. Der Reiz war verflogen."

Hamburger SV Training Session

Das Motto unter HSV-Trainer Hecking: Anpacken - Aufräumen - Aufsteigen



Auch die Aufgabe in Hamburg stuft er als neu für ihn ein. Hier könne er nun etwas aufbauen und etwas bewegen. Anders als in den vergangenen Jahren sah er auch die Chance, bereits ab der Sommervorbereitung einem Team seinen Stempel aufzudrücken: "Als in Mönchengladbach Schluss war, hätte ich vier Monate Urlaub machen können, um im Herbst einen Verein zu übernehmen, der seinen Zielen hinterherläuft. So war es in den vergangenen Jahren immer gewesen."


Mit dem Druck, den er in Hamburg spüre, werde er gut zurechtkommen, wie er verrät. Auch wäre er gerne der Trainer, der den HSV wieder in die Erste Liga zurückführt. Doch gleichzeitig warnt er auch vor zu hohen Erwartungen: "Die Erwartungshaltung lag beim HSV zuletzt immer deutlich über dem, was realistisch war". Vielleicht wird dem HSV gerade deshalb die ruhige Art und Weise ihres neuen Trainers gut tun.