Die Transferaktivitäten des ​FC St. Pauli halten sich bislang in Grenzen. Bislang wurden mit Rico Benatelli und Boris Tashchy nur zwei Neuzugänge vorgestellt. Ein paar Kilometer weiter rüstet sich der ​HSV im Kampf um den Aufstieg weiter auf. Grund genug, dass Andreas Bornemann in der Hamburger Morgenpost etwas neidisch zum Rivalen schielt.​


Der HSV verfüge über ganz andere Mittel als St. Pauli. "Beim HSV weiß ich, zu welchen Bedingungen sie Spieler aus ihren Verträgen herausgeholt haben. Das ist bei uns undenkbar bei dem Rahmen, den wir zur Verfügung haben", so der Sportchef der Kiezkicker. Transfers wie die von Ewerton (2 Millionen Euro) oder Leibold (1,8 Millionen Euro) seien für seinen Verein nicht machbar, "vor allem nicht in Verbindung mit den Gehältern."


Jonas Boldt,Dieter Hecking

Der HSV verfügt wohl über die größten finanziellen Mittel der Zweiten Liga


Im Kiez müsse man sich auf andere Arten der Transferverhandlungen einstellen. "Wir tun gut daran, dass wir aktiv immer wieder neue Ideen, Gedanken, neue Spieler, Themen abarbeiten, im Austausch bleiben und versuchen, dran zu bleiben", so Bornemann. Man müsse in der Lage sein, schnell zu reagieren, falls sich etwas ergeben sollte. 


Generell schreibt Bornemann also keine weiteren Transfers ab. Er gibt allerdings zu, dass sich die geringeren finanziellen Kapazitäten deutlich in den Transferverhandlungen abzeichnen. Doch die vergangene Saison des HSV zeigte deutlich, dass Geld nicht alles im Fußball ist, auch wenn sich die Aktivitäten in der Transferphase deutlich unterscheiden.