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Transfermarkt: Die neuen Gesichter der Bundesliga

Die 18 Bundesligisten haben bislang über eine halbe Milliarde Euro (rund 532 Millionen) für neue Spieler ausgegeben. Unter den rund 90 Neuzugängen finden sich insgesamt 30 Profis wieder, die erstmals ihre Zelte in Deutschland aufschlagen. Prominentester Neuling ist Bayerns Rekordeinkauf Lucas Hernandez. 

16. 1. FC Union Berlin

Die Eisernen machten den Aufstieg in der Relegation gegen den VfB Stuttgart perfekt und gehen erstmals im deutschen Fußball-Oberhaus an den Start. Für das große Ziel Klassenerhalt hat der Hauptstadtklub bereits fleißig eingekauft und elf externe Neuzugänge präsentiert. 


Marcus Ingvartsen: Der 23-jährige Däne (Bild) ging in den letzen beiden Spielzeiten für den KRC Genk auf Torejagd. In 38 Pflichtspielen war der Mittelstürmer, für den 1,5 Millionen Euro Ablöse fällig wurden, acht Mal erfolgreich.


Florian Flecker: Der Rechtsaußen stand bereits seit geraumer Zeit bei Union auf dem Zettel. Im Winter handelten sich die Berliner noch eine Absage ein. Ende Mai wurde der 23-Jährige als erster Neuzugang präsentiert. Flecker kam ablösefrei vom österreichischen Erstligisten TSV Hartberg.


Sheraldo Becker: Mit dem Offensivspieler (ebenfalls ablösefrei) schnappte sich der Aufsteiger ein Eigengewächs von Ajax Amsterdam, das seit Sommer 2016 beim ADO Den Haag unter Vertrag stand. In der vergangenen Saison machte der 24-Jährige in der Eredivisie mit 17 Torbeteiligungen (sieben Treffer/zehn Vorlagen) auf sich aufmerksam.

15. SC Paderborn 07

Der SC Paderborn schaffte den Durchmarsch von der 3. Liga und ist nach dem Abstieg 2015 zurück in der Bundesliga. Die Ostwestfalen haben sich bislang fast nur mit Leih- und ablösefreien Spielern verstärkt. 


Laurent Jans: Auf der Suche nach einem neuen Rechtsverteidiger wurde Paderborn in Frankreich fündig. Der luxemburgische Nationalspieler (Bild) ist zunächst für ein Jahr lang vom FC Metz ausgeliehen. Der Aufsteiger besitzt für den 26-Jährigen zudem eine Kaufoption.


Rifet Kapic: Seit Sommer 2014 lief der zentrale Mittelfeldspieler für sechs verschiedene Klubs auf. Zuletzt war Kapic von den Grasshoppers Zürich an den FK Sarajevo ausgeliehen. Wie hoch die Ablöse für den 24-Jährigen ausfiel, ist nicht bekannt. 

14. 1. FC Köln

Der 1. FC Köln hat den sofortigen Wiederaufstieg geschafft und kehrte als Meister in die Bundesliga zurück. Mit dem neuen Cheftrainer Achim Beierlorzer wollen sich die Domstädter wieder im Oberhaus etablieren. 


Birger Verstraete: Mit 25 Jahren wagt der Belgier (im Bild rechts) erstmals den Sprung ins Ausland. 3,5 Millionen Euro Ablöse wurden für den defensiven Mittelfeldspieler fällig, der seine Fußballschuhe in den letzten zweieinhalb Jahren für KAA Gent schnürte.


Kingsley Ehizibue: Der gebürtige Münchner schaffte beim niederländischen Erstligisten PEC Zwolle den Sprung in den Profikader und entwickelte sich in den letzten Jahren zu einem wichtigen Leistungsträger. Zwei Millionen Euro Ablöse kostete der 24-jährige Rechtsverteidiger. 

13. FC Augsburg

Die bayerischen Schwaben mussten in der letzten Saison fast bis zum Schluss um den Klassenerhalt zittern. Mit den bisherigen acht Neuzugängen will der FC Augsburg in der kommenden Spielzeit eine bessere Rolle spielen. 


Iago: Mit einer Ablöse von 6,5 Millionen Euro ging der 22-Jährige als zweitteuerster Neuzugang in die Vereinsgeschichte ein. Aufgrund von Klauseln kann diese Summe noch auf bis zu acht Millionen Euro ansteigen. Der brasilianische Linksverteidiger stand zuletzt beim SC Internacional Porto Alegre unter Vertrag. 


Ruben Vargas: Der pfeilschnelle Schweizer (Eigengewächs vom FC Luzern, im Bild rechts) soll auf den Außenbahnen für mehr Tempo sorgen. Die Verpflichtung des 20-Jährigen, der auch mit Borussia Mönchengladbach in Verbindung gebracht wurde, ließen sich die Fuggerstädter 2,5 Millionen Euro kosten. 


Marek Suchy: Der 41-fache tschechische Nationalspieler bringt jede Menge Erfahrung mit und war zudem ablösefrei. Der 31-jährige Innenverteidiger stand während seiner Karriere für Slavia Prag, Spartak Moskau und zuletzt für den FC Basel auf dem Platz. 


Mads Pedersen: Mit dem dänischen U21-Nationalspieler hat der FCA einen weiteren und vielversprechenden Linksverteidiger an Land gezogen. 800.000 Euro Ablöse überwies Augsburg für den 22-Jährigen an den dänischen Klub FC Nordsjaelland.

12. FC Schalke 04

Nach einer äußerst enttäuschenden Saison steht Schalke 04 vor einem Neubeginn. Mit David Wagner auf der Trainerbank wollen die Königsblauen nichts mehr mit dem Abstieg zu tun haben. 


Jonjoe Kenny: Vom FC Everton wechselte der Rechtsverteidiger auf Leihbasis nach Gelsenkirchen. Der englische U21-Nationalspieler ist bis Sommer 2020 ausgeliehen und soll anschließend nach Liverpoool zurückkehren. 

11. SC Freiburg

Der Sport-Club aus Freiburg hat bislang 14 Millionen Euro für Neuzugänge ausgegeben und unter anderem zwei Südkoreaner verpflichtet. Einer von ihnen ist Bayern-Eigengewächs Woo-yeong Jeong.


Chang-hun Kwon: Der südkoreanische Nationalspieler kickte seit Januar 2017 in Frankreich beim FCO Dijon. Kwon, der seit Anfang Juni von einem Halswirbelbruch außer Gefecht gesetzt wird, kostete drei Millionen Euro Ablöse. 

10. 1. FSV Mainz 05

Gleich drei Bundesliga-Neulinge hat der 1. FSV Mainz 05 bislang präsentiert. Die Rheinhessen setzten bei der Suche nach Neuzugängen verstärkt auf junge Spieler. Lediglich der Ex-Augsburger Dong-won Ji ist älter als 23 Jahre. 


Edimilson Fernandes: Von West Ham United wechselte der zentrale Mittelfeldspieler (Bild) an den Rhein. Kostenpunkt: 7,5 Millionen Euro. In der vergangenen Spielzeit war der 23-Jährige an den AC Florenz ausgeliehen. 


Ronael Pierre-Gabriel: Mit Neuzugängen aus Frankreich hat Mainz in den letzten Jahren überwiegend positive Erfahrungen gemacht. Von der AS Monaco wurde der 21-jährige Rechtsverteidiger für 5,5 Millionen Euro verpflichtet. 


Omer Hanin: Der Schlussmann kam ablösefrei vom israelischen Erstligisten Hapoel Hadera und wusste zuvor bei Trainingseinheiten in Mainz zu überzeugen. Der 21-Jährige ist vorerst für die Amateure eingeplant. 

9. Hertha BSC

Der Verkauf von Valentino Lazaro an Inter Mailand spülte der Alten Dame 22 Millionen Euro in die Kassen. Trotz der üppigen Einnahme hielt sich der Hauptstadtklub auf dem Transfermarkt bislang weitestgehend zurück und verpflichtete lediglich zwei Neuzugänge. 


Dedryck Boyata: Nach vier Jahren brach der Innenverteidiger seine Zelte bei Celtic Glasgow ab und wechselte ablösefrei nach Berlin. Aufgrund einer Knieverletzung fällt der 28-Jährige seit Ende März aus.

8. Fortuna Düsseldorf

Mit Transferausgaben von vier Millionen Euro findet sich der letztjährige Aufsteiger im ligaweiten Ranking derzeit auf Platz 17 wieder. Nur der SC Paderborn gab bislang weniger Geld für Neuzugänge aus. 


Nana Ampomah: Vier Millionen Euro überwiesen die Rheinländer für den Linksaußen (23) an den belgischen Klub Waasland-Beveren und machten ihn damit zum teuersten Einkauf der Vereinsgeschichte. Sieben Tore und sechs Vorlagen steuerte der Offensivspieler in der letzten Saison (22 Ligaspiele) bei. 

7. Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt musste in diesem Sommer den Abgang von Luka Jovic verkraften. Für 60 Millionen Euro Ablöse wechselte der Angreifer zu Real Madrid. Als Nachfolger haben die Hessen einen serbischen U21-Nationalmannschaftskollegen präsentiert. 


Dejan Joveljic: Das Eigengewächs von Roter Stern Belgrad (im Bild links) soll in die Fußstapfen des Rekordabgangs treten. Vier Millionen Euro ließ sich die SGE die Verpflichtung des 19-jährigen Mittelstürmers kosten. 


Rodrigo Zalazar: Aus der zweiten Mannschaft des FC Malaga wechselte der zentrale Mittelfeldspieler ablösefrei in die Bankenmetropole. Der 19-Jährige wurde umgehend für eine Saison nach Polen verliehen. 

6. VfL Wolfsburg

Der VfL Wolfsburg war eine der großen Überraschungen der vergangenen Saison und qualifizierte sich als Sechster für die Europa League. Für das internationale Geschäft haben sich die Niedersachsen breiter aufgestellt. 


Xaver Schlager: Nach drei Jahren bei den Profis von Red Bull Salzburg wagte der österreichische Nationalspieler (Bild) den Sprung in die Bundesliga. 15 Millionen Euro Ablöse legten die Wölfe für den 21-jährigen Mittelfeldspieler auf den Tisch. 


Kevin Mbabu: Als ersten Sommerneuzugang stellte Wolfsburg Ende April den Schweizer Nationalspieler vor. Kostenpunkt: 9,2 Millionen Euro. Der 24-Jährige legte in den letzten drei Jahren bei den Young Boys Bern eine rasante Entwicklung hin. 


Joao Victor: Drei Millionen Euro wurden fällig, um den Brasilianer (25) vom Linzer ASK loszueisen. Für den Erstligisten bestritt der Linksaußen in der letzten Spielzeit 34 Partien, in denen er an 32 Treffern (20 Tore/zwölf Vorlagen) direkt beteiligt war. 

5. Borussia Mönchengladbach

Die Fohlen gehen mit einem neuen Cheftrainer an den Start. Marco Rose hat den Trainerposten von Dieter Hecking übernommen. Unter der Regie des ehemaligen Bundesliga-Profis will die Borussia attraktiven Offensiv-Fußball bieten.


Stefan Lainer: Der Rechtsverteidiger (26) soll auf der Außenbahn für mehr Betrieb nach vorne sorgen. Zwölf Millionen Euro spülte der Transfer des Österreichers Red Bull Salzburg in die Kassen. 

4. Bayer 04 Leverkusen

Über 50 Millionen Euro hat der Champions-League-Teilnehmer bislang in neue Spieler investiert. Teuerster Neuzugang ist Kerem Demirbay, der für 32 Millionen Euro von der TSG 1899 Hoffenheim verpflichtet wurde. 


Moussa Diaby: Mit dem 20-jährigen Linksaußen (Bild) hat sich Bayer die Dienste eines vielversprechenden Talents gesichert. Diaby stammt aus der Nachwuchsabteilung von Paris Saint-Germain und kostete 15 Millionen Euro. 


Daley Sinkgraven: Der Linksverteidiger (24) trifft in Leverkusen auf einen alten Bekannten. Sinkgraven trainierte bereits bei Ajax Amsterdam unter Bayer-Coach Peter Bosz. Über fünf Millionen Euro Ablöse durfte sich der niederländische Meister freuen. 

3. RB Leipzig

Bei RB Leipzig sitzt seit diesem Sommer Julian Nagelsmann auf der Trainerbank. Der 31-Jährige hat sich große Ziele gesteckt und will mit den Roten Bullen "etwas Blechernes holen". 


Hannes Wolf: Auch in diesem Sommer haben sich die Sachsen bei Red Bull Salzburg bedient. Zwölf Millionen Euro Ablöse flossen für den Linksfuß nach Österreich. Bei der U21-Europameisterschaft hat sich der Offensivspieler einen Knöchelbruch zugezogen und fällt damit bis auf Weiteres aus. 


Luan Candido: Der zweite Neuzugang der Roten Bullen kam aus Brasilien (SE Palmeiras U20) und soll in Leipzig langsam aufgebaut werden. Acht Millionen Euro machte der DFB-Pokal-Finalist für den 18-Jährigen locker. 

2. Borussia Dortmund

In Sachen Transferausgaben hat Borussia Dortmund im ligaweiten Ranking die Nase vorn. Knapp 130 Millionen Euro stehen auf der Ausgabenseite der Schwarz-Gelben, die sich fast ausschließlich bei der nationalen Konkurrenz bedient haben. 


Mateu Morey: Seit 2015 lief der Rechtsverteidiger (19) für die Nachwuchsmannschaften des FC Barcelona auf. Aufgrund seines auslaufenden Vertrags konnte der U17-Europameister die Katalanen ablösefrei verlassen.

1. FC Bayern München

Drei neue Spieler hat der FC Bayern bislang an Land gezogen. In den letzten Wochen warteten die Fans des Doublegewinners allerdings vergebens auf weitere Neuzugänge. Vor allem in der Offensive besteht noch Handlungsbedarf. 


Lucas Hernandez: Mit einer Ablöse von 80 Millionen Euro ging der Innenverteidiger (23) von Atletico Madrid als der mit Abstand teuerste Bundesliga-Neuzugang in die Geschichte ein. Sollte der deutsche Rekordmeister Leroy Sané verpflichten, wird dieser Rekord jedoch voraussichtlich fallen. 

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