Nach den Präsentationen von Jann-Fiete Arp und ​Lucas Hernandez wurde am heutigen Freitag in Person von Benjamin Pavard auch der dritte Neuzugang des ​FC Bayern München offiziell vorgestellt. Im Beisein von Sportdirektor Hasan Salihamidzic, der Stellung zu den alltäglichen Spekulationen um weitere Neuzugänge bezog, wählte Pavard überraschende Worte über seinen Verbleib beim VfB Stuttgart, der im Abstieg mündete.


Aufgrund einer starken Rückrunde 2018, die die Schwaben unter der Leitung von Tayfun Korkut auf den siebten Tabellenplatz spülte, und des WM-Triumphs in Russland wurde Pavard mit vielen Topklubs in Verbindung gebracht. Dazu zählte auch der FC Bayern, der im Januar 2019 die Verpflichtung des flexiblen Abwehrspielers bekanntgab.

​In München erweitert der 23-Jährige die französische Riege um Lucas Hernandez, Corentin Tolisso und Kingsley Coman und erhält einen bis 2024 gültigen Vertrag. Aufgrund einer Ausstiegsklausel fließen 35 Millionen Euro an den VfB - Geld, das der Verein nach dem zweiten Abstieg binnen drei Jahren dringend benötigt.

Benjamin Pavard,Hasan Salihamidžić

Die neue Nummer 5: Pavard tritt in die Fußstapfen von einstigen Größen wie Franz Beckenbauer, Klaus Augenthaler, Daniel Van Buyten und BVB-Neuzugang Mats Hummels.



Das Scheitern in der Relegation gegen Union Berlin (2:2 ; 0:0) geht Pavard "immer noch nah", wie er auf der Pressekonferenz erklärte (via Sportbuzzer). Die darauffolgende Aussage sorgte im ersten Augenblick für Verblüffung. So ist sich der Innenverteidiger sicher: "Ich hätte schon nach der WM gehen sollen und nicht mit absteigen. Es tut mir leid, dass ich noch ein Jahr länger in Stuttgart geblieben bin." Dies relativierte er umgehend, erklärte: "Aber da musste ich durch. Ich wollte bleiben. Ich verdanke Stuttgart viel. Dank Stuttgart konnte ich Weltmeister werden."


Durch den Abstieg habe er "viel gelernt", die gesammelte Erfahrung soll ihm nun beim FC Bayern München helfen. In der Defensive ist er gemeinsam mit Niklas Süle und Lucas Hernandez für die Innenverteidigung eingeplant, alternativ ist er auf der rechten Abwehrseite oder im defensiven Mittelfeld einsetzbar. "Der Coach stellt die Mannschaft auf, ich spiele überall. Ob auf den Außen, in der Innenverteidigung oder auf der Sechs. Der Trainer entscheidet", gab sich Pavard laut ​tz selbstbewusst.  

Unabhängig von seiner Rolle innerhalb der Mannschaft hat er vor allem Lust auf eines: Erfolg. "
Ich habe Hunger, ich möchte Titel gewinnen. Die Champions League, die Meisterschaft." Zwischen dem Klub und sich selbst sieht Pavard in diesem Punkt gewisse Ähnlichkeiten, die ihm die Entscheidung für den Rekordmeister erheblich erleichtert haben. Die vergangene Saison, in der er bedeutend schwächer spielte als noch zuvor, spielt daher keine Rolle mehr.